Prozess gegen Mirko Kovats in Belgien - Urteil im Dezember erwartet

Wien (APA) - Im belgischen Prozess rund um den Vorwurf der Bestechung eines bekannten Politikers durch eine französische Firma, die zum Konglomerat des österreichischen Industriellen Mirko Kovats gehört hat, dürfte noch Dezember ein Urteil fallen. Das erwarten belgische Medien laut einem "News"-Bericht.

Kovats hat sämtliche Vorwürfe bisher stets vehement zurückgewiesen und die belgische Justiz scharf kritisiert. Dem Prozessauftakt vergangene Woche in Lüttich (Liege) blieb er dem Magazinbericht zufolge fern. Im September hatte es bereits eine erste Anhörung in dem Prozess gegeben.

In dem Verfahren geht es im Kern um den Vorwurf, ein belgischer Bürgermeister und Parlamentsmitglied habe im Zuge der Auftragserteilung für eine Müllverbrennungsanlage zwei Mio. Euro verlangt und erhalten. Den Zuschlag für den 140-Millionen-Euro-Auftrag hat laut einem "News"-Bericht vom September eine Firma aus dem A-Tec-Konzern von Kovats bekommen. Einer der angeblich involvierten Manager hatte bereits im Ermittlungsverfahren ein Geständnis abgelegt und dabei auch Kovats belastet.

Die Ermittlungen der belgischen Justiz gegen 19 Personen sind seit 2015 bekannt. Die Immunität des Politikers wurde nicht aufgehoben.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma