Prozess gegen Chef von "Toni's Freilandeier" in Leoben

Im Landesgericht Leoben hat am Dienstag der Prozess gegen Toni Hubmann, Chef der Firma "Toni's Freilandeier", und einige seiner Mitarbeiter begonnen. Laut Staatsanwaltschaft sollen in dem obersteirischen Unternehmen Mindesthaltbarkeitsdaten manipuliert worden sein. Hubmann bestritt bisher alle Vorwürfe vehement.

Der Firmeninhaber und seine Mitarbeiter sollen - teils als Beitragstäter - Eier an Handelsketten verkauft haben, die älter waren als am Stempel oder auf der Verpackung angegeben. Mindestens 797.820 Eier werden in der mehr als zehnseitigen Anklageschrift angeführt, hieß es seitens des Gerichts.

Toni Hubmann bezeichnete die Anschuldigungen gegenüber der APA als "völligen Blödsinn". Bei einem Drittel der Fälle sei schon deshalb kein Betrug möglich gewesen, "weil laut unseren Kontrollaufzeichnungen nicht einmal etwas im Lager gewesen ist", beteuerte der Beschuldigte. Zwei ehemalige Mitarbeiter - darunter auch der frühere Betriebsleiter - des Unternehmens hatten den Fall Anfang 2011 ins Rollen gebracht und dem Geschäftsführer u.a. Etikettenschwindel und Betrug vorgeworfen

Der Prozess wurde zunächst für acht Tage bis Anfang Juli anberaumt.

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