80 Prozent der Autisten in Österreich sind arbeitslos

80.000 Menschen in Österreich sind Autisten, davon hat etwa jeder Dritte das Asperger-Syndrom. Diese Gruppe besitzt oft spezielle Talente, von denen Unternehmen profitieren könnten. Trotzdem sind 80 Prozent dieser Menschen arbeitslos. Der gemeinnützige Verein Specialisterne setzt sich dafür ein, für Menschen mit Autismus mehr Arbeitsplätze zu schaffen.

"Die Talente von Menschen mit Autismus sind das logisch-analytische Denkvermögen, Mustererkennung, also sie finden Fehler, die andere Menschen nicht sehen. Sehr viele können sich sehr lange auf Routinearbeiten konzentrieren, wo andere Leute müde werden," sagte Elisabeth Krön, Geschäftsleiterin von Specialisterne, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Bei vielen Menschen wird Autismus erst sehr spät diagnostiziert, wie auch bei Amade Modos. Der 44-Jährige hat vor drei Jahren die Diagnose des Asperger-Syndroms erhalten. "Davor hatte ich immer viele Probleme, ich musste oft den Arbeitsplatz wechseln," sagte Modos. Seit 2014 arbeitet er nun bei LexisNexis, einem Verlag für juristische Bücher. Lektoratstätigkeiten sind dort seine Hauptaufgabe. "Mir macht das nichts aus, den ganzen Tag das gleiche zu arbeiten," sagte Modos.

Mehr als 35 Menschen mit Autismus konnte bereits ein Arbeitsplatz vermittelt werden, neun davon arbeiten bei Specialisterne im Büro. Der Verein begleitet die Personen zum Unternehmen und bereitet die dortigen Mitarbeiter auf den Umgang mit den neuen Kollegen vor. Derzeit gibt es etwa 30 Personen für die ein Job gesucht wird, es werden aber stetig mehr. Den gemeinnützigen Verein gibt es seit 2011 in Österreich, derzeit nur in Wien und Umgebung.

Der Hauptgrund für die hohe Arbeitslosigkeit, ist für Krön, dass es für Jugendliche und junge Erwachsene mit Autismus keine barrierefreie Ausbildungsoptionen gibt. Eine autismus-gerechte IT-Ausbildung oder ein Buddy-System zur Begleitung administrativer Abläufe an Universitäten wären wünschenswert.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia