Protest der Opel-Beschäftigten am Dienstag in Deutschland

Erfurt (APA/AFP) - Im Streit um die Sanierung bei Opel sind die Beschäftigten am Dienstag zu einer Protestkundgebung und Betriebsversammlung am deutschen Standort Eisenach aufgerufen. Redner auf der Kundgebung werde auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sein, kündigte die Staatskanzlei in Erfurt am Montag an. Er werde auch am Demonstrationszug teilnehmen.

Die Opel-Beschäftigten in Eisenach werden demnach auch von Kollegen aus den Opel-Standorten Kaiserslautern und Rüsselsheim unterstützt.

Unter dem Druck des Mutterkonzerns PSA versucht Opel derzeit, seine Kosten massiv zu senken. Das Unternehmen will die Erhöhung im Metall-Tarifvertrag von 4,3 Prozent für dieses Jahr stunden. Anderenfalls soll es keine Investitionen in das Werk Eisenach geben.

Betriebsräte und die deutsche Gewerkschaft IG Metall fordern die Einhaltung der geltenden Verträge. Demnach müssen die Standorte bis 2020 gesichert und auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden.

Opel-Standorte außerhalb Deutschlands erhielten unterdessen schon Zusagen für neue Modelle und Produkte, meist bezahlten sie dafür mit Zugeständnissen bei Lohn und Arbeitszeit. Die Gewerkschaften aus Großbritannien und aus Frankreich, wo der PSA-Chef schon einen harten Sparkurs durchsetzte, kritisierten die IG Metall, die Last auf den Rest der Gruppe abwälzen zu wollen.

Im Opel-Werk in Wien-Aspern werden rund zehn Prozent der 1.400 Stellen gestrichen, wie seit Anfang April bekannt ist. Im Wiener Werk werden Motoren und Getriebe hergestellt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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