Protest der Opel-Beschäftigten am Dienstag in Deutschland

Erfurt (APA/AFP) - Im Streit um die Sanierung bei Opel sind die Beschäftigten am Dienstag zu einer Protestkundgebung und Betriebsversammlung am deutschen Standort Eisenach aufgerufen. Redner auf der Kundgebung werde auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sein, kündigte die Staatskanzlei in Erfurt am Montag an. Er werde auch am Demonstrationszug teilnehmen.

Die Opel-Beschäftigten in Eisenach werden demnach auch von Kollegen aus den Opel-Standorten Kaiserslautern und Rüsselsheim unterstützt.

Unter dem Druck des Mutterkonzerns PSA versucht Opel derzeit, seine Kosten massiv zu senken. Das Unternehmen will die Erhöhung im Metall-Tarifvertrag von 4,3 Prozent für dieses Jahr stunden. Anderenfalls soll es keine Investitionen in das Werk Eisenach geben.

Betriebsräte und die deutsche Gewerkschaft IG Metall fordern die Einhaltung der geltenden Verträge. Demnach müssen die Standorte bis 2020 gesichert und auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden.

Opel-Standorte außerhalb Deutschlands erhielten unterdessen schon Zusagen für neue Modelle und Produkte, meist bezahlten sie dafür mit Zugeständnissen bei Lohn und Arbeitszeit. Die Gewerkschaften aus Großbritannien und aus Frankreich, wo der PSA-Chef schon einen harten Sparkurs durchsetzte, kritisierten die IG Metall, die Last auf den Rest der Gruppe abwälzen zu wollen.

Im Opel-Werk in Wien-Aspern werden rund zehn Prozent der 1.400 Stellen gestrichen, wie seit Anfang April bekannt ist. Im Wiener Werk werden Motoren und Getriebe hergestellt.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen