Proteste zur Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bahn angekündigt

Etliche Betriebsräte und Beschäftigte der Deutschen Bahn wollen am Mittwoch gegen die Sparpläne des Unternehmens demonstrieren. Parallel zur Aufsichtsratssitzung wollten "mehrere hundert Beschäftigte" vor dem Bahn-Tower in Berlin deutlich machen, dass sie mit dem Kurs des Vorstands nicht einverstanden seien, kündigte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Montag an.

Die Pläne zum Umbau der verlustbringenden Güterverkehrssparte seien "eine Provokation", erklärte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von DB Cargo, Jörg Hensel.

Die Deutsche Bahn will 215 aufkommensschwache Güterverkehrsstellen künftig nicht mehr bedienen. Insgesamt gibt es derzeit 1.500 Verladepunkte. Im Zuge des geplanten Umbaus von DB Cargo könnten 2.100 Stellen wegfallen. Das gefährde auch Jobs in Österreich, zeigte sich die heimische Gewerkschaft vida zuletzt alarmiert - und sicherte den deutschen Kollegen "volle Solidarität im Kampf um jeden Arbeitsplatz" zu.

EVG-Chef Alexander Kirchner wiederum forderte indes im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung des Bahn-Vorstands auch für die Sparten Regio, Dienstleistung, Werke und Instandhaltung "eine offensive, nach vorne gerichtete Strategie". Womöglich will der Konzern auch in diesen Bereichen sparen. Kirchner ist stellvertretender Aufsichtsratschef der Bahn.

Der Güterverkehr bereitet der Deutschen Bahn seit Jahren Sorgen. Sonderabschreibungen auf Vermögen der Sparte bescherten dem Konzern im Jahr 2015 rote Zahlen. DB Cargo - bis Ende Februar noch unter dem Namen DB Schenker Rail - machte selbst auch ein Minus von 183 Mio. Euro.

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