"Projekt Otto": Casinos Austria stellen CAI auf den Prüfstand

Wien (APA) - Der neue Chef der teilstaatlichen Casinos Austria, Alexander Labak, will die Auslandstochter Casinos Austria International (CAI) mit 32 Spielstätten und 1.600 Mitarbeitern verkaufen. Intern heißt das ganze "Projekt Otto", wie aus einer Pflichtmitteilung der australischen Casinos-Beteiligung Reef Casino Trust an die australische Börsenaufsicht ASX hervorgeht.

Die Casinos Austria unterziehen ihre Assets, insbesondere jene im Ausland, einer strategischen Überprüfung, schreibt der Reef Casino Trust in seinem Jahresabschluss 2017. Dies könnte zur Veräußerung von einzelnen oder allen Auslandsspielstätten führen oder auch nicht, heißt es. In den Augen des Trusts "schreitet Projekt Otto weiter voran".

Die CAI hatte einige Jahre herbe Verluste eingefahren und den ganzen Konzern in Mitleidenschaft gezogen. Labaks Vorgänger Karl Stoss hat die Auslandstochter jedoch saniert, jetzt schreibt sie operativ wieder Gewinne.

Im Aufsichtsrat und bei den Eigentümern sorgt der von Labak forcierte Verkauf der CAI für Kritik. Laut "Kurier" haben nicht nur Casinos-Teileigentümer Novomatic, sondern auch einige weitere Glücksspielunternehmen Interesse angemeldet. Die Chefin der Staatsholding ÖBIB, Martha Oberndorfer, hatte dem Casinos-Vorstand bereits im September 2017 einen Brief geschrieben, weil sie mit der Käufersuche nicht einverstanden war. Die Casinos Austria gehören zu einem Drittel dem Staat.

Die australische Beteiligung indes verdiente 2017 weniger. Der Gewinn ging um mehr als 5 Prozent auf 5,6 Mio. australische Dollar (3,6 Mio. Euro) zurück.

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