Probleme in Osteuropa lasten auf Raiffeisen Bank International

Die Raiffeisen Bank International steht zu Beginn ihres radikalen Schrumpfkurses vor großen Herausforderungen: Bei den Töchtern in Russland und der Ukraine zeichnen sich angesichts der dortigen Wirtschaftskrise weitere Probleme ab. Zudem scheiterte der erhoffte rasche Verkauf des slowenischen Geschäfts, und die niedrigen Zinsen dürften auch in absehbarer Zukunft die Erträge drücken.

Im laufenden Jahr könnte daher unter dem Strich erneut ein Verlust stehen - nach einem Minus von 493 Millionen Euro im Vorjahr, erklärte die Osteuropabank am Donnerstag. Im ersten Quartal halbierte sich der Gewinn auf 83 Millionen Euro. Bei den Anlegern kamen diese Aussichten nicht gut an: Die Raiffeisen-Aktie verlor rund zwei Prozent an Wert.

Die RBI hatte nach einer jahrzehntelangen Expansion in Osteuropa zu Jahresbeginn beschlossen, sich von Teilen ihres Auslandsgeschäfts zu trennen. Die Töchtern in Polen und Slowenien sollen verkauft, das Geschäft in Russland und der Ukraine verkleinert und die Aktivitäten in Asien und den USA massiv zurückgefahren werden. Ziel der Bilanzverkürzung ist es, die harte Kernkapitalquote bis Ende 2017 auf zwölf Prozent zu steigern. Ende März lag sie bei 9,9 Prozent.

Zeitgleich Verkauf und Börsengang für polnische Tohter

Von der polnischen Tochter werde sich die RBI frühestens 2016 trennen, sagte Finanzchef Martin Grüll. Mit dem dortigen Regulierer habe sich die Bank nach zähem Ringen auf ein zweigleisiges Verfahren geeinigt: Neben dem Verkauf der Mehrheit der Polbank muss die RBI zwischen der Unterzeichnung des Kaufvertrags und dem Abschluss der Transaktion 15 Prozent der Polbank an die Börse bringen.

Aus der geplanten raschen Trennung von der slowenischen Tochter wurde nichts. Die RBI habe sich mit einem Interessenten in exklusiven Verhandlungen nicht auf einen Preis einigen können und prüfe nun neben einem Verkauf an andere Interessenten auch eine Abwicklung.

Sorgen macht der Bank auch die ukrainische Tochter, die angesichts der Abwertung der dortigen Währung und der Wirtschaftskrise Verluste schreibt. Noch habe die Bank genügend Kapital und Liquidität, sagte Grüll. Doch sobald die ukrainische Zentralbank ihre neuen Mindestanforderungen vorgelegt hat, könnte die RBI ihrer Tochter Kapital zuschießen müssen, sagte Grüll. Einen Teil der Geldspritze dürfte die Entwicklungsbank EBRD übernehmen, die sich an der RBI-Tochter beteiligen will.

Für das ertragreiche Geschäft in Russland erwartet Risikochef Johann Strobl in der zweiten Jahreshälfte höhere Vorsorgen für faule Kredite. Konzernweit rechnet die RBI im laufenden Jahr mit weiterhin hohen Risikokosten, die allerdings unter dem Vorjahresniveau von 1,72 Milliarden Euro liegen sollen.

Wien (APA) - Der börsenotierte Caterer Do&Co verlängert die Kooperation mit der teilstaatlichen Turkish Airlines (Türk Hava Yollari A.O.). Die Zusammenarbeit wird über 15 Jahre im Rahmen der gemeinsamen Gesellschaft THY DO & CO kram Hizmetleri A. fortgesetzt - vorbehaltlich der Genehmigungen durch Unternehmensorgane und von Behörden "sowie einer zufriedenstellenden Vertragsdokumentation", so Do&Co Dienstagabend.
 

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Do&Co verlängert Kooperation mit Turkish Airlines um 15 Jahre

Maribor (APA) - Der österreichisch-slowenisch-kanadische Geschäftsmann Walter Wolf steht in Slowenien wegen Vorwürfen der Geldwäsche in Zusammenhang mit der Patria-Schmiergeldaffäre vor Gericht. Bei der Anklageverlesung vor dem Bezirksgericht in Maribor plädierte der 79-Jährige am Montag auf nicht schuldig, berichtete die Nachrichtenagentur STA.
 

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Patria-Affäre in Slowenien: Wolf wegen Geldwäsche vor Gericht

Innsbruck (APA) - Die Asfinag hat dementiert, dass die geplante temporäre Freigabe des Pannenstreifens auf der Inntalautobahn (A12) zwischen Innsbruck West und Zirl vorerst auf Eis gelegt wird. Der Geschäftsführer für Tirol und Vorarlberg, Stefan Siegele, bezeichnete dies in einer Aussendung als "völlig falsch". Der "Kurier" hatte zuvor über ein Aus für die Pannenstreifen-Freigabe berichtet.
 

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Aus für Pannenstreifen-Freigabe in Tirol: Asfinag dementiert