Pro-Ge-Gewerkschafterinnen fordern mehr Gewaltprävention in Betrieben

Wien (APA) - Die Frauen in der Produktionsgewerkschaft Pro-Ge fordern mehr Schutz vor sexueller Gewalt am Arbeitsplatz. Dazu solle der Arbeitgeber verstärkt in die Pflicht genommen werden. In den Betrieben sollten Leitlinien erarbeitet werden, um explizit klarzustellen dass Gewalt, Mobbing und sexuelle Belästigung gegenüber Beschäftigten nicht toleriert und entsprechend sanktioniert werde.

Ebenso sollten Führungskräfte in verantwortungsvoller Mitarbeiterführung und Konfliktprävention ausgebildet werden. Aber auch für alle Beschäftigten sollte es regelmäßig Seminare zum Umgang mit Konflikten geben. Weiters soll der Abschluss einer Betriebsvereinbarung zum Schutz vor Gewalt im Job im Arbeitsverfassungsgesetz in die Liste der erzwingbaren Betriebsvereinbarungen aufgenommen werden.

Schließlich solle es auch mehr Aufklärungsarbeit über die vorhandenen Beratungsstellen für Frauen geben. "Kommt es trotz allem zu einer Gewaltsituation im Betrieb, dann muss eine bessere Unterstützung der Betroffenen erfolgen, etwa durch die Finanzierung eines Rechtsbeistandes oder einer therapeutischen Hilfe", fordert Klaudia Frieben, Vorsitzende der Pro-Ge Frauen, am Freitag in einer Aussendung.

Morgen, Samstag, startet eine internationale Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen", die bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, dauert.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort