Privatanleger helfen Comdirect aus der Zinsflaute

Frankfurt (APA/Reuters) - Der deutsche Commerzbank-Tochter Comdirect helfen Privatanleger im Kampf gegen die niedrigen Zinsen. Höhere Provisionserträge dank gestiegener Handelsaufträge machten den Rückgang des Zinsüberschusses im dritten Quartal mehr als wett, der Gewinn vor Steuern legte um 13 Prozent auf 21,5 Mio. Euro zu, wie die Bank am Donnerstag mitteilte.

"Mit Blick auf das schwierige Marktumfeld haben wir ein sehr ordentliches Ergebnis erzielt", sagte Comdirect-Chef Arno Walter. Zwar hielten sich viele Anleger wegen vergleichsweise geringer Schwankungen an den Börsen mit Handelsaufträgen zurück, doch konnte Comdirect neue Kunden gewinnen.

"Das zum Halbjahr verkündete Ergebnisziel für 2017 von 85 Millionen Euro vor Steuern haben wir fest im Blick." Das wären sieben Prozent mehr als die 79,6 Mio. Euro, die Comdirect 2016 ohne den Sondergewinn aus dem Verkauf der Anteile an Visa Europe erwirtschaftet hatte. Nach neun Monaten standen bereits 72,5 Mio. Euro zu Buche. Inzwischen zählt die Bank rund 3,3 Millionen Kunden - auch dank der Übernahme des Online-Brokers Onvista, der seit April zur Comdirect gehört.

"Die strategische Ausrichtung der Comdirect passt", sagte Walter als er auf die Kritik des aktivistischen Investors Petrus Advisers angesprochen wurde. Das höre er auch von Investoren. Er sehe keinen Grund, strategisch oder inhaltlich etwas zu ändern. Petrus Advisers hatte bei der Comdirect Umbesetzungen im Management, einen unabhängigen Aufsichtsrat, Umstellung von Incentive-Plänen auf Comdirect- statt auf Commerzbank-Aktien, einen Verkauf der Tochter eBase und Kosteneinsparungen von 25 Mio. Euro gefordert. Die Commerzbank, die rund 82 Prozent an der Comdirect hält, hatte die Kritik zurückgewiesen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne