Prinzhorn investierte mehr als 150 Mio. Euro in Kraftwerk in Ungarn

Wien - Die österreichische Prinzhorn Holding hat in Ungarn mehr als 150 Mio. Euro in ein Kraftwerk investiert, das nun den Normalbetrieb aufnimmt. Errichtet wurde das Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerk am Standort der ungarischen Tochtergesellschaft Hamburger Hungaria in Dunaujvaros cirka 70 Kilometer südlich von Budapest.

Das Heizkraftwerk wird mit Biomasse, Kohle und Festbrennstoffen befeuert, darunter auch Rückstände aus der Papierproduktion. Es liefere Strom und Wärme und sichere die Energieunabhängigkeit des Werks ebenso wie eine sinnvolle Verwertung der Rückstände aus der Papierproduktion, die bisher deponiert wurden. Dies teilte die Prinzhorn Holding am Freitag anlässlich der Eröffnung des Kraftwerks mit, an der unter anderem Prinzhorn-Holding-Eigentümer Thomas Prinzhorn, CEO Cord Prinzhorn, der ungarische Vizeminister für Äußeres und Außenhandel, Laszlo Szabo, und Ungarns Energiestaatssekretär Andras Aradszki teilnahmen.

Die Brennstoff-Kapazität des Kraftwerks beträgt 172 Megawatt (MW). Die Kapazität für Wärme liegt bei 158 MW, für Strom bei 42 MW. Nach einigen Monaten Probebetrieb läuft nun der Normalbetrieb. Mit einem Effizienzgrad von 75 Prozent werde das neue Kraftwerk die CO2-Emissionen des Werks um 35 Prozent reduzieren, wird betont. Eine moderne Abgasreinigungsanlage sichere den für die Region belastungsfreien Betrieb. Das Werk in Dunaujvaros verfüge über eine Aufnahme- bzw. Verarbeitungskapazität, die der gesamten ungarischen Abfallmenge aus Papier- und Kartonageverpackungen entspreche.

Der Bau des Kraftwerks habe rund 300 Jobs in der Region geschaffen. Bei Inbetriebnahme werde das Kraftwerk etwa 60 direkte Arbeitsplätze bieten und die Anzahl der Prinzhorn-Holding-Mitarbeiter in Dunaujvaros auf über 550 erhöhen.

"Ungarn gehört zu unseren wichtigsten Märkten", erklärte CEO Cord Prinzhorn laut heutiger Pressemitteilung. "Wir haben in den vergangenen Jahren rund 430 Mio. Euro in Dunaujvaros und andere Standorte in Ungarn investiert." Damit sei das Land zu einem der größten Papierproduzenten in Europa geworden. Attila Bencs, Geschäftsführer der Hamburger Hungaria erklärte, dass das neue Kraftwerk auch wesentlich zur Verbesserung der Energiebilanz Ungarns beitrage. Mit der Nutzung von Verpackungsabfällen und anderen brennbaren Abfallprodukten liefere die Anlage einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der EU-Klimaziele des Landes im Bereich der erneuerbaren Energien.

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