Prinzhorn baut deutsches Papierwerk Spremberg für 370 Mio. Euro aus

Wien/Spremberg (APA) - Die zur Prinzhorn-Gruppe gehörende Hamburger Rieger GmbH hat den Startschuss für eine Rieseninvestition in ihrer Papierfabrik im deutschen Spremberg gegeben. Jetzt im März geht es mit dem Bau einer zweiten Papiermaschine an diesem Standort im deutschen Bundesland Brandenburg (Industriegebiet "Schwarze Pumpe") los.

Es geht nach Angaben des österreichischen Unternehmens um eine Investition von rund 370 Mio. Euro.

Damit würden an dem Standort rund 200 Arbeitsplätze geschaffen. Seit dem vorigen Jahr liegen alle nötigen Genehmigungen vor, damit konnte nun der Bau freigegeben werden.

Anlaufen soll die neue Anlage im Sommer 2020. Erzeugt werden weiße und braune Wellpappe-Rohpapiere (Testliner) auf Altpapierbasis. Mit einer Maschinenbreite von 7,80 Metern werden jährlich 500.000 Tonnen Papier hergestellt. Um das Altpapier aufzubereiten und Druckerfarbe zu entfernen, wird eine Deinkinganlage errichtet.

Geplant und vorbereitet worden ist die Erweiterung der Fabrik bereits seit dem Start der Papiermaschine 1 (PM1). Mit der zweiten Papiermaschine baue man die führende Position auf mehr als eine Million Tonnen weiße Wellpappe-Rohpapiere aus, heißt es in einer Aussendung heute.

In Spremberg (Hamburger Rieger, Dunapack Spremberg, SpreeRecycling) wurden in den letzten Jahren 420 Mio. Euro investiert. Damit seien 500 direkte Arbeitsplätze geschaffen worden. Cord Prinzhorn, Chef der Gruppe, sprach in der Mitteilung am Donnerstag erneut ein Bekenntnis zu dem Standort aus. Der Bau der zweiten Papiermaschine in diesem Werk ist Teil des 2015 angegangenen Vorhabens, das Unternehmen langfristig auf das Doppelte anwachsen zu lassen ("Grow2030").

Hamburger Rieger ist innerhalb der Prinzhorn-Gruppe Teil der Division Hamburger Containerboard, die sieben Werke betreibt (Produktionsvolumen: 2 Millionen Tonnen).

Die Prinzhorn-Gruppe beschäftigt insgesamt rund 6.600 Mitarbeiter in 15 Ländern. Sie zählt mit 1,4 Mrd. Euro Umsatz zu den europäischen Marktführern in der Papier-, Verpackungs- und Recyclingindustrie.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte