Preiskampf belastet Nordex - Einsparungen sollen helfen

Hamburg/Rostock (APA/dpa) - Der harte Preiskampf unter den Windanlagenherstellern hat bei Nordex im vorigen Jahr merkliche Spuren hinterlassen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank von 285,5 auf 242 Mio. Euro, wie das deutsche Unternehmen anhand vorläufiger Zahlen am Dienstag in Hamburg mitteilte. Darin nicht enthalten sind Aufwendungen für das derzeit laufende Kostensenkungsprogramm.

Die bereinigte EBITDA-Marge habe mit 7,9 Prozent die eigenen Erwartungen erfüllt, so Nordex. Mit dem Sparprogramm will der Konzern die Kosten ab heuer um 45 Mio. Euro senken.

Der Umsatz sank 2017 von 3,4 Mrd. auf knapp 3,1 Mrd. Euro. Hintergrund waren Projektverschiebungen. Mit 2,7 Gigawatt errichtete Nordex in etwa das gleiche Kraftwerksvolumen wie im Jahr davor. Die Windanlagenbauer leiden derzeit unter einem harten Konkurrenzkampf. Dies gilt vor allem für die Windenergie an Land, da der Markt zunehmend gesättigt ist und Subventionen heruntergefahren werden. Ausschreibungen für neue Anlagen finden mittlerweile häufig über eine Auktion statt, was die Preise drückt.

"Wir haben das Jahr 2017 intensiv genutzt, um uns auf die neuen Marktbedingungen einzustellen. So haben wir unsere Strukturkosten nachhaltig gesenkt und unsere neuen, deutlich effizienteren Produkte beschleunigt auf den Markt gebracht", sagt José Luis Blanco, Vorstandschef von Nordex. Das Unternehmen will am 27. März seine vollständigen Jahreszahlen sowie die Prognose für 2018 vorlegen.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder