Preisabsprachen bei Vöslauer: 653.775 Euro Bußgeld

Preisabsprachen bei Vöslauer: 653.775 Euro Bußgeld

Im Rahmen von "vertikalen Preisabsprachen" hat der Mineralwasserproduzent Preise mit dem Handel abgestimmt; das Kartellgericht verdonnert Vöslauer nun zu einer Geldbuße. Dies ist nicht der erste Fall dieser Art: Auch Rewe, Spar, Berglandmilch und Brau Union wurden schon bestraft.

Das Kartellgericht hat gegen den heimischen Mineralwasserproduzenten Vöslauer wegen Preisabsprachen mit dem Lebensmitteleinzelhandel eine Geldbuße in Höhe von 653.775 Euro verhängt. Die Entscheidung vom 3. März sei rechtskräftig und entspreche dem Antrag der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), teilte die Behörde am Donnerstag auf ihrer Homepage mit.

"Die wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen betrafen die Einflussnahme auf Endverkaufspreise bestimmter nichtalkoholischer Getränke, insbesondere Mineralwasser, im Zeitraum zwischen Jänner 2007 bis Dezember 2012", heißt es in der Entscheidung des Kartellgerichts. Im Rahmen dieser vertikalen Preisabstimmungsmaßnahmen seien zwischen Vöslauer und dem Lebensmitteleinzelhandel mehrmals die Kurantpreise und insbesondere die Aktionspreise des Lebensmitteleinzelhandels abgestimmt worden. Diese Wiederverkaufspreise seien vom Handel in bestimmten Fällen auch umgesetzt worden.

Schon mehrere Fälle von Preisabsprachen

Bei der Berechnung der Geldbuße hat sich unter anderem mildernd ausgewirkt, dass Vöslauer die kartellrechtswidrigen Verhaltensweisen vor Beginn der Untersuchung freiwillig beendet hat. Weil die Parteien auf Rechtsmittel verzichtet haben, ist die Entscheidung des Kartellgerichts rechtskräftig.

In den vergangenen Jahren waren der Lebensmittelhandel und die Hersteller wegen "vertikaler Preisabsprachen" im Fokus der Wettbewerbshüter. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) warf Händlern, Molkereien und Brauereien vor, Endverkaufspreise für Produkte durch Vereinbarungen und abgestimmte Verhaltensweisen direkt und indirekt festgesetzt zu haben. Die höchsten Bußgeldstrafen entfielen bisher auf Rewe (20,8 Mio. Euro), Spar (3 Mio. Euro, nicht rechtskräftig), Berglandmilch (1,1 Mio. Euro) und Brau Union (750.000 Euro).

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen