PR-Agentur ließ für Unternehmen bezahlte Jubelpostings verfassen

(APA) - Die Wiener PR-Agentur Modern Mind Marketing soll in den vergangenen Jahren für Kunden bezahlte Jubelpostings in Onlineforen platziert haben. Wie das Monatsmagazin "Datum" in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, wurden unter anderem für ÖBB, Bank Austria oder die ÖVP Wien positive PR-Postings verfasst, ohne den Auftraggeber zu nennen. Ein ethisches Problem erkenne man daran nicht.

Martin Kirchbaumer, Geschäftsführer der Agentur, bestätigte gegenüber "Datum", dass nach wie vor anonyme Poster ins Netz geschickt werden. Seit zehn Jahren biete man "Online-Reputationsmanagement" an. Die Poster bezeichnet Kirchbaumer als "Online-Journalisten". Dass man den ökonomischen Hintergrund nicht transparent mache, erklärte der Geschäftsführer folgendermaßen: "Eine Offenlegung funktioniert nicht, weil einem Firmenvertreter nichts geglaubt wird."

Zu den Kunden zählten auch die Österreichischen Lotterien, die ehemalige Mobilkom Austria oder der Pharmakonzern Bayer Austria. Seitens der ÖBB und der Bank Austria sei das Vorgehen bestätigt worden, wobei die Bundesbahnen die Jubelposter als "unabhängige Blogger" titulieren und die Zusammenarbeit mit der Agentur laut einem Sprecher "auf Eis gelegt" haben. Es handle sich dabei um "Schatten der Vergangenheit", wie es in einer "Datum"-Aussendung heißt.

Seitens der ÖVP Wien, für die anlässlich der Studentenproteste "unibrennt" positive Postings zum damaligen Vorsitzenden und Wissenschaftsminister Johannes Hahn verfasst worden seien, dementierte man die Vorwürfe. Von der stellvertretenden Vorsitzenden des PR-Ethik-Rates Renate Skoff wird die Geschäftspraxis "eindeutig verurteilt" und Medienanwalt Thomas Höhne hält das Vorgehen für "wettbewerbswidrig".

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen