Präsidentenwahl in Brasilien: Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet

Sao Paulo (APA/Reuters) - Wenige Wochen vor der Präsidentenwahl in Brasilien zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaberin Dilma Rousseff und der früheren Umweltministerin Marina Silva ab. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage hat Silva nicht nur Chancen, Rousseff im ersten Wahlgang mit einigen Prozentpunkten Vorsprung zu besiegen. Bei der sich abzeichnenden Stichwahl könnte sie ebenfalls gewinnen.


Silva hatte ihre Kandidatur erst im vergangenen Monat nach dem Unfalltod des Präsidentschaftsbewerbers Eduardo Campos bekannt gegeben. Zuvor war sie von ihm für das Amt der Vizepräsidentin aufgestellt worden. Die Brasilianer wählen am 5. Oktober ein neues Staatsoberhaupt. Der Umfrage zufolge käme Silva in der ersten Runde auf 47 Prozent der Stimmen und Rousseff auf 43 Prozent. Bei der wahrscheinlichen Stichwahl am 26. Oktober hätte Silva demnach sogar einen noch deutlicheren Vorsprung.

Rousseff hatte sich von der Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land einen Schub erwartet, der angesichts der massiven Proteste und Schulden aber ausblieb. Die Präsidentenwahl entscheidet auch darüber, ob Brasiliens Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt. Börsianer werfen Rousseff vor, eine unternehmensfeindliche Politik zu vertreten und nicht auf die Interessen der privaten Minderheitsaktionäre von halbstaatlichen Konzernen wie dem Ölkonzern Petrobras zu achten.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne