Potenziale für neuen Post-Partner FinTech - Analyse

Wien (APA) - Für den künftigen Bankpartner der heimischen Post AG, der deutschen FinTech-Group, überwiegen aus der kürzlich vereinbarten Kooperation die Potenziale, so das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Augsburger Investmenthauses GBC AG. Die Durchführungsrisiken werden als "außerordentlich niedrig" eingestuft, da die bestehende Infrastruktur der Post nach Aufwand oder kostenlos genutzt werden könne.

Im Vergleich dazu wäre der Aufbau einer vergleichbaren Infrastruktur mit immensen Kosten verbunden. Zugleich stünden den Kunden des bisherigen Post-Partners, der BAWAG, nur noch weniger als 100 Anlaufstellen zur Verfügung statt bisher über 1.700, was die Kundengewinnung erleichtern dürfte. Auch der Umstand, dass das Management des künftigen Joint Ventures aufgrund der neunjährigen Historie mit der FinTech-Tochter flatex.at über umfangreiche Erfahrungen in Österreich verfüge, spreche für das geringe Durchführungsrisiko.

Mit der Bekanntgabe der langfristigen Kooperation mit der Österreichischen Post AG habe die FinTech-Group einen der wichtigsten Meilensteine der jüngsten Unternehmensgeschichte erreicht. Die österreichische Banklizenz für das neu zu gründende Joint Venture, an dem beide Teile jeweils 50 Prozent halten, dürfte laut FinTech-Vorstand Frank Niehage bis Mitte 2019 vorliegen.

In den österreichischen Postfilialen liegen laut bisherigen Angaben von Niehage jährlich rund 60 Millionen Kundenkontakte vor. Daraus ergäben sich erhebliche Neukundenpotenziale. Parallel zum Ausbau des Privatkundengeschäftes (B2C) werde durch den IT-Dienstleistungsvertrag auch das Firmenkundengeschäft (B2B) deutlich ausgebaut. Dieser zehnjährige Vertrag stelle zudem einen gut planbaren Erlösstrom dar.

Die Finanzierung des FinTech-Anteils am Joint Venture in Höhe von 112,5 Mio. Euro auf Sicht von fünf Jahren sei bereits heute größtenteils gesichert. Abzüglich 35 Mio. Euro aus der 7 Prozent-Kapitalerhöhung, die die Post AG zeichnet und des Wertansatzes der Einbringung der österreichischen flatex-Filiale in Höhe von 25 Mio. Euro verblieben 52, Mio. Euro. Diese sollen in den kommenden Jahren überwiegend durch die Einnahmen aus dem IT-Dienstleistungsvertrag gedeckt werden.

Ausgehend vom aktuellen Aktienkurs von 27,45 Euro wird die FinTech-Aktien von den GBC AG-Analysten mit einem Kursziel von 45 Euro per Ende 2019 zum Kauf empfohlen.

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