Potash lockt mit Geld- und Jobzusagen - K+S lehnt Gespräche weiter ab

Saskatoon/Kassel - Im Übernahmepoker um den deutschen DAX-Konzern K+S will der kanadische Kali-Riese Potash das Management in Kassel mit Geld- und Jobzusagen ködern. Diese Details aus dem jüngsten Offert der Kanadier wurden nun bekannt. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Donnerstag) soll dem gesamten Vorstand ein Arbeitsplatz zu höheren Bezügen als derzeit angeboten werden.

Zudem könnten zwei K+S-Manager in das Potash-Führungsgremium einziehen. Betriebsbedingte Kündigungen will Potash demnach für fünf Jahre ausschließen und Kassel als Europazentrale erhalten.

K+S hatten den erneuten Vorstoß der Kanadier bereits Anfang August zurückgewiesen. "Den bisherigen Vorschlag von PotashCorp. haben wir abgelehnt, er bietet keine Grundlage für Gespräche. Sollte uns PotashCorp. einen neuen Vorschlag unterbreiten, so werden wir diesen sorgfältig prüfen", sagte ein Sprecher am Donnerstag auf Nachfrage.

Das K+S-Management lehnt Gespräche über den Zehn-Milliarden-Euro-Deal unter anderem deshalb ab, weil es das Potash-Offert mit 41 Euro pro Aktie für zu niedrig hält und das Angebot wegen vieler Ausnahmeregelungen als nicht verlässlich erachtet.

Den Vorwurf der illegalen Abfallentsorgung hält K+S unterdessen für unzutreffend. Die Staatsanwaltschaft hatte vor drei Wochen Büros des Konzerns durchsucht. Es geht um Salzabwasser, das K+S in Thüringen in den Erdboden gepumpt haben soll. Das Unternehmen sei überzeugt, dass die erteilten Genehmigungen rechtmäßig seien, heißt es in einem internen K+S-Papier von Mitte September, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Untersuchungen der Ermittlungsbehörden würden aber weiter unterstützt. Die Genehmigung erteilte das Landesbergamt. Aus Sicht der Ermittler waren die wasserrechtlichen Voraussetzungen dafür jedoch nicht gegeben. Auch über diesen Aspekt hatte zuvor die "FAZ" berichtet.

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