Postautoskandal kostet Chef der Aargauischen Kantonalbank den Job

Aarau (APA/awp/sda) - Der Postautoskandal in der Schweiz fordert ein weiteres Opfer: Pascal Koradi tritt als Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank zurück, teilte das Institut am Dienstag mit. Vor dem Amtsantritt bei der Kantonalbank war Koradi Finanzchef der Schweizerischen Post. Sein Rücktritt von der Leitung der AKB geschehe im Interesse und zur Wahrung der Reputation der Bank, schreibt die Kantonalbank.

Das AKB-Aufsichtsgremium betont, dass die persönliche Integrität und das Vertrauen in Pascal Koradi "zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt waren". "Ich möchte mit diesem Schritt die Reputation der Aargauischen Kantonalbank schützen", wird Koradi in der Medienmitteilung zitiert. Er denke dabei "in erster Linie an das Unternehmen, meine Kolleginnen und Kollegen sowie unsere Kundinnen und Kunden".

Dagegen bedauert Koradi, dass er bis zum heutigen Zeitpunkt von den heute Verantwortlichen der Post nie angehört wurde. "Ich betone, dass ich weiterhin zu all meinen damaligen Entscheidungen als CFO des Konzerns Post stehe", so Koradi. Eine lückenlose Klärung der Vorkommnisse wäre ihm persönlich am Herzen gelegen.

Der Bankrat der AKB dankt Koradi in der Mitteilung für sein Engagement. Koradi habe in den knapp zwei Jahren seiner Amtszeit in der AKB die "Weichen für eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der Bank gestellt".

Neuer AKB-Direktionspräsident wird nun Dieter Widmer. Der 51-jährige führt heute als Mitglied der AKB-Geschäftsleitung den Bereich Kundenlösungen.

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