Post startet mit Paketdrohne zur Nordseeinsel Juist

(Reuters) - Nach ihrem Jungfernflug im vergangenen Dezember zündet die Deutsche Post DHL bei ihrer Paketdrohne die zweite Stufe. Der "Paketkopter" werde in Kürze zu Forschungszwecken erstmals im Linienbetrieb vom Festland an der Norseeküste zwölf Kilometer zur Insel Juist fliegen, kündigte der Bonner Konzern am Mittwoch an. Seit Dezember sei die Drohne speziell für diesen Anwendungsfall weiterentwickelt worden, erklärte Konzernvorstand Jürgen Gerdes. So habe das Forschungsteam etwa Flugdauer, Flugreichweite und Geschwindigkeit optimiert, um die speziellen Herausforderungen wie Wind und Seewetter an der Nordseeküste meistern zu können.

Im Rahmen des gemeinsam mit der RWTH Aachen und der Microdrones GmbH betriebenen Forschungsprojekts sei es damit zum ersten Mal in Europa möglich, ein unbemanntes Luftfahrzeug ohne direkten Sichtkontakt eines Piloten zu betreiben. Bei seinem offiziell ersten Flug Ende vergangenen Jahres in Bonn musste der "Paketkopter" noch wie ein Modellflugzeug im Auge behalten werden.

Dem ersten Linienbetrieb, der den Transport von Medikamenten oder anderen dringend benötigten Gütern zu bestimmten Uhrzeiten vorsieht, ging indes ein umfangreiches Genehmigungsverfahren voraus. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und die Deutschen Flugsicherung (DFS) mussten ihr Okay geben, ebenso wie die Inselgemeinde Juist, die Stadt Norden und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.

Nicht nur die Post tüftelt an der Entwicklung von Drohnen für den zivilen Einsatz. Auch der Online-Händler Amazon entwickelt derzeit kleine Drohnen, die die Ware in einem Radius von etwa 16 Kilometern binnen einer halben Stunde vor die Haustür liefern können. Die Entwicklung steht aber nach Angaben von Amazon-Chef Jeff Bezos noch am Anfang. Der Start könnte noch vier bis fünf Jahre dauern. Sicherheitstests und die Zulassung der US-Luftfahrtaufsicht stehen noch aus.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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