Post und Fabasoft wollen KMUs in die Cloud holen

Die Post will künftig auch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Digitalisierung ihres Post- und Dokumentenverkehrs anbieten und tut sich dafür mit dem Linzer Software- und Cloud-Anbieter zusammen, der die technische Basis liefert. Das Angebot hat den Markennamen "Post Cloud Enterprise" und soll den KMU ermöglichen, Personal und damit Kosten zu sparen.

Ziel sei es, den gesamten Posteingang im Unternehmen elektronisch weiterverarbeiten zu können, erklärte Post-Vorstand Walter Hitziger am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien. Mit der UNIQA und anderen Finanzdienstleistern habe man bereits Projekte umgesetzt, in denen die Eingangspost digitalisiert - also gescannt - und je nach Inhalt automatisch den richtigen Sachbearbeitern zugeordnet und mit anderen Geschäftsdokumenten zusammengeführt wird. Das wolle man nun auch KMUs ermöglichen, sagte Hitziger.

"Große Unternehmen bekommen so zwischen fünf- und zehntausend Briefe pro Tag", erklärte Georg Mündl, der bei der Post das Geschäftsfeld Mail Solutions leitet. "Die würden dann hundert Leute brauchen, die diese Briefe alle aufmachen, anlesen und weiterverarbeiten. Das ist nicht mehr so, sondern große Unternehmen bekommen diese Dokumente bereits vorbearbeitet zur Verfügung gestellt." Kleinere Unternehmen hätten oft nicht die elektronische Infrastruktur, um digitale Dokumente weiter zu verarbeiten - an sie richte sich das Angebot von Post und Fabasoft einer digitalen Post- und Dokumentenmanagement-Lösung.

Das Angebot eigne sich vor allem für Firmen mit einem erhöhten Kommunikationsaufwand, erklärte Mündl, etwa für Steuerberater, aber auch für mittlere Industriebetriebe. Letztlich geht es um Personalabbau. "So ein System ersetzt ja bisherige manuelle Tätigkeiten, in der Buchhaltung, im Posthandling usw. Wenn ein Unternehmen nicht die Möglichkeiten hat, sich von der Personalstruktur anzupassen, dann wird man auch die Einsparungen hier nicht heben." Ein Unternehmen mit 50 oder 100 Leuten erspare sich "drei, vier, fünf Manipulatoren, die in so einem Unternehmen einfach wegfallen".

Nach Berechnungen der Post sind durch digitale Verarbeitung, Bereitstellung und Archivierung im Vergleich zur physischen Bearbeitung von Dokumenten bis zu 50 Prozent Kostenersparnis in der Dokumentenlogistik von Unternehmen möglich. Die Kosten für die "Post Cloud Enterprise" seien von der Art und Größe des jeweiligen Unternehmens abhängig, sagte Mündl. Für einen mittleren Steuerberater mit 20 Arbeitsplätzen könnten das beispielsweise einmalig 12.000 Euro sein, dazu kämen Lizenzgebühren von 10 bis 60 Euro pro Monat und Arbeitsplatz. Darin nicht enthalten seien Kosten für die Datenarchivierung.

Welches zusätzliche Geschäftsvolumen sich die Post davon verspricht, wollte Hitziger nicht verraten. Fabasoft fungiert als Lieferant der Post, die gegenüber ihren Kunden alleine auftritt.

Frankfurt/Derby (APA/Reuters) - Die Pläne zum Verkauf der verlustreichen zivilen Schiffbau-Sparte ermuntern Anleger zum Einstieg bei Rolls-Royce. Die Aktien des britischen Flugzeugtriebwerk-Bauers stiegen am Mittwoch um bis zu 8,5 Prozent auf 926,4 Pence (7,6 Euro). Das ist der größte Kurssprung seit einem halben Jahr.
 

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Möglicher Verkauf von Geschäftsteilen beflügelt Rolls-Royce

Budapest (APA/dpa) - Ungarns rechtsnationale Regierung plant eine neue Strafsteuer für Zivilorganisationen, die Flüchtlingen helfen und ihre Kosten überwiegend durch Unterstützung aus dem Ausland decken. Dies gab der ungarische Innenminister Sandor Pinter am Mittwoch nach einer Regierungssitzung bekannt. Die Steuer werde 25 Prozent betragen.
 

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Ungarns Regierung plant Strafsteuer für Flüchtlingshelfer

New York/Charlotte (North Carolina) (APA/dpa) - Die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform macht den großen Banken des Landes weiter zu schaffen. Im Falle des Wall-Street-Hauses Goldman Sachs waren die Belastungen im Schlussquartal derart hoch, dass ein milliardenschwerer Verlust anfiel. Bei der Bank of America halbierte sich der Quartalsgewinn.
 

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US-Steuerreform zieht Goldman Sachs und Bank of America herunter