Portugal und Griechenland fordern Ende der Sparpolitik in der EU

Athen/Lissabon - Die linksgerichteten Regierungen von Griechenland und Portugal pochen gemeinsam auf ein Ende der strikten Sparpolitik in der EU. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und sein portugiesischer Kollege Antonio Costa unterzeichneten am Montag in Athen eine gemeinsame Erklärung dazu. Man teile die Auffassung, dass Europa die Austeritätspolitik aufgeben müsse.

Beide Politiker forderten ein "progressives Europa mit sozialer Gerechtigkeit". Die Sparpolitik habe in den betroffenen Ländern der EU die Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen, Armut und hohe Arbeitslosenraten verursacht und die Gesellschaften gespalten, wird im Papier beklagt. Es heißt auch: "Mit dem Wachstum der Armut und der sozialen Ungleichheit stehen unsere Länder und Europa vor einer langen Periode wirtschaftlicher Stagnation."

Portugal und Griechenland vereinbarten auch eine Zusammenarbeit in der Flüchtlingsfrage. An den externen EU-Grenzen sei eine wirksame Migrationspolitik nötig, hieß es. Athen und Lissabon sprachen sich gegen die "Errichtung von Mauern" und "Schranken" in Europa aus.

Während in Griechenland die Finanz- und Wirtschaftskrise nach vielen Jahren noch längst nicht überstanden ist, avancierte Portugal dank konsequenter Sanierungsanstrengungen in den vergangenen Jahren zum Spar-Musterschüler. Die Machtübernahme der Sozialisten im Herbst bereitet in Brüssel allerdings neue Sorgen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor