Porsche muss Diesel-Macan erneut nachrüsten

Stuttgart (APA/Reuters) - Der Sportwagenbauer Porsche muss sein kompaktes Geländewagen-Modell Macan mit Sechszylinder-Dieselmotor wegen Unregelmäßigkeiten am Abgassystem offenbar erneut in die Werkstätten rufen.

"Wir stehen vor einem weiteren Software-Update, das wir derzeit mit dem Kraftfahrt-Bundesamt abstimmen", sagte eine Person mit Kenntnis der Vorgänge bei der VW-Tochter am Freitag und bestätigte damit einen Vorabbericht von "Bild am Sonntag". Die Zeitung berichtete im Voraus, es gebe Hinweise auf eine illegale Abschalteinrichtung, durch die die Stickoxid-Werte des Motors auf dem Prüfstand besser ausfielen als im Straßenbetrieb.

Laut der Zeitung ist am 1. Februar ein Treffen zwischen der Flensburger Zulassungsbehörde und Porsche angesetzt, bei dem über ein mögliches Zulassungsverbot entschieden werden soll. Sollte Porsche aufzeigen können, dass ein Software-Update ausreicht, könnte es das KBA bei einem Zwangsrückruf belassen. Der Insider bestätigte den Termin. Die betroffenen Motoren stammen von der Konzernschwester Audi, die bereits in den Dieselskandal verstrickt ist. Porsche selbst baut keine Dieselmotoren.

2016 hatte Porsche den Macan bereits für eine "freiwillige Serviceaktion" in die Werkstätten gerufen. Auch damals ging es um eine umstrittene Abgasfunktion, die mit einem Software-Update entfernt wurde.

Im vergangenen Sommer hatte Porsche den größeren Geländewagen Cayenne mit V6-Dieselmotor mit drei Litern Hubraum und der Abgasnorm Euro 6 wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung in die Werkstätten rufen müssen. In den vergangenen Wochen hatte das Kraftfahrt-Bundesamt bereits eine Reihe anderer Modelle aus dem VW-Konzern mit großen Dieselmotoren zurückgerufen, insbesondere von Audi.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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