Porsche will Mehrheit an steirischer KWB

Peter Daniell Porsche will beim Biomasse-Heizungshersteller groß einsteigen. KWB verzeichnete zueltzt allerdings einen 15-prozentigen Umsatzrückgang. Die strategische Partnerschaft mit dem Salzburger Unternehmer soll bis Ende April beschlossen sein.

Salzburg/St. Margarethen/Raab. Der Salzburger Unternehmer Peter Daniell Porsche wird sich mit seiner PDP Holding GmbH an dem Biomasse-Heizungshersteller KWB mit Hauptsitz in St. Margarethen/Raab (Steiermark) mehrheitlich beteiligen. Über den fixen Prozentanteil werde noch verhandelt, bis spätestens Ende April sollte die strategische Partnerschaft beschlossen sein, erklärte eine Sprecherin der PDP Holding gegenüber der APA.

Eine grundsätzliche Einigung sei bereits gefunden worden, hieß es am Montag in einer Presseaussendung. Wegen der geplanten Neuausrichtung der KWB GmbH bis zum Jahr 2020 und des wachstumsorientierten Unternehmenskonzepts sei eine strategische Partnerschaft mit einem langfristig agierenden Investor sinnvoll, wurde seitens der KWB erklärt. Das Unternehmen verzeichnete 2015 einen Gesamtumsatz von 55 Mio. Euro und damit ein Minus von 15 Prozent gegenüber 2014. Der komplette Absatzmarkt habe sich bei der Biomasse um 25 Prozent verringert, erklärte eine Firmensprecherin auf Anfrage der APA. Über das EGT machte das Unternehmen keine Angaben.

Der steirische Biomasse-Heizungshersteller zählt eigenen Angaben zufolge zu den weltweit führenden Herstellern von nachhaltigen, innovativen Biomasse-Heizsystemen und hat Firmenniederlassungen in Deutschland, Frankreich und Italien sowie rund 15 Vertriebspartner in ganz Europa, Kanada, Chile und Japan. Das von den Biomasse-Pionieren Erwin Stubenschrott und August Raggam 1994 mitgegründete Unternehmen beschäftigt derzeit europaweit rund 350 Mitarbeiter.

Die PDP Holding mit Sitz in Salzburg steht zu 100 Prozent im Eigentum von Peter Daniell Porsche. Der in Salzburg lebende Unternehmer ist ein Urenkel von Ferdinand Porsche. Die Holding hält Beteiligungen an Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen innovative Technologien, nachhaltiges Ressourcenmanagement, Verlagswesen sowie Gastronomie und Kultur und wird vom allein verantwortlichen Geschäftsführer Rafael Walter geleitet.

Er gehöre zu den größten Privatkunden der KWB und sei von den Produkten und der Unternehmensphilosophie "sehr überzeugt", erklärte Porsche. "Wenn wir jetzt durch unser Investment die Weiterentwicklung der KWB unterstützen, halte ich dies für einen überaus wertvollen Kapitaleinsatz. Wir schaffen dadurch nicht nur einen Mehrwert für beide Partner, sondern auch für zukünftige Generationen."

Ins selbe Horn stieß auch KWB-Geschäftsführer Stubenschrott: "Innovative Energielösungen entwickeln sich vom Produkt zum System und bauen auf Erneuerbarkeit und Nachhaltigkeit. Mehr denn je müssen wir deshalb lösungs- statt produktorientiert handeln." Die PDP Holding und KWB verbinde mehr als eine reine Geschäftsbeziehung, es gehe darum, gemeinsam Verantwortung für eine enkeltaugliche Zukunft zu übernehmen. Über die Höhe des Kapitaleinsatzes von Porsche wurde Stillschweigen vereinbart.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht