Porr nach Q3 mit Rekordauftragsbestand und Ergebniseinbruch

Wien - Der börsennotierte Baukonzern Porr musste nach drei Quartalen einen Gewinneinbruch hinnehmen. Das Betriebsergebnis (Ebit) fiel um 32,8 Prozent, unterm Strich schmolz der Gewinn um 30,4 Prozent auf 21,3 Mio. Euro. Aufs Ergebnis drückten vor allem das Geschäft in Deutschland und Katar. Dafür hat der Konzern deutlich mehr Aufträge geangelt.

Im Gesamtjahr soll der Gewinn "aufgrund niedrigerer Ergebnisbeträge aus Deutschland und Katar" aber nur etwas unter dem Vorjahreswert liegen, teilte Porr am Mittwoch mit. Der Auftragsbestand kletterte indes um 12,1 Prozent auf einen Höchstwert von 5,8 Mrd. Euro. Die Produktionsleistung stieg nach drei Quartalen, auch dank Zukäufen, um 19,9 Prozent auf 3,34 Mrd. Euro. Bei den Umsatzerlösen gab es ein Plus von 21,4 Prozent auf 3,01 Mrd. Euro.

Das Betriebsergebnis fiel auf 33,1 Mio. Euro (-32,8 Prozent), beim Konzernergebnis vor Steuern gab es einen Rückgang von 30,3 Prozent auf 28,4 Mio. Euro. Das Periodenergebnis kam mit einem Minus von 30,4 Prozent bei 21,3 Mio. Euro zu liegen. Schuld waren laut Konzernangaben "die Akquisitionen in Deutschland und der damit einhergehende rasche Aufbau von Strukturen". In Katar sei es wegen der durch politische Turbulenzen erschwerten Logistik- und Beschaffungsprozesse zu einem Kostenanstieg gekommen - die Projekte würden aber planmäßig laufen.

Die Bilanzsumme wuchs im Vergleich zu Ende Dezember 2016 um 19,4 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro, die Eigenkapitalquote stand zum 30. September 2017 bei 19,6 Prozent. Das Ergebnis je Aktie fiel nach neun Monaten um 33,3 Prozent auf 0,66 Euro.

Per Jahresende will CFO Christian Maier seine Funktion als Finanzvorstand zurücklegen. Als Nachfolger wurde Andreas Sauer nominiert, der sich ab kommenden Februar um die Finanzen kümmern soll. "Die entsprechenden Beschlüsse sollen in der Aufsichtsratssitzung am 6. Dezember 2017 gefasst werden", hieß es im Konzernbericht.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte