Polnische Regierungschefin für Kompromiss bei EU-Entsenderichtlinie

Sofia (APA/dpa) - Polen sucht einen Kompromiss bei der Reform der EU-Entsenderichtlinie. Das sagte die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo am Mittwoch bei einem Besuch in Bulgarien. Beide Länder wollten sich gemeinsam um einen Kompromiss in der EU bemühen, betonte Szydlo nach einem Treffen mit ihrem bulgarischen Amtskollegen Boiko Borissow in Sofia.

Die polnische Regierungschefin räumte während einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz ein, dass jedes EU-Land seine eigenen Probleme habe.

"Die Botschaft von unserem Teil Europas, insbesondere von uns - den Regierungschefs von Bulgarien und Polen -, ist Eintracht und Solidarität", sagte Szydlo als Reaktion auf Kritik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Bei seinem Bulgarien-Besuch Ende August hatte Macron die Politik der nationalkonservativen polnischen Regierung scharf kritisiert: "Polen ist ein Land, das gegen die europäischen Interessen geht", hatte Macron gesagt.

Frankreich und auch Österreich drängen darauf, dass bei Entsendungen von Arbeitnehmern in ein anderes EU-Land für gleiche Arbeit auch gleicher Lohn bezahlt werden müsse, und warnen vor Lohn- und Sozialdumping.

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