Polnische Gewerkschaften machen im Wahljahr Druck auf die Regierung

Warschau - Die Zugeständnisse der polnischen Regierung beim jüngsten Konflikt mit Bergleuten haben den Appetit der Gewerkschafter, Forderungen durchzusetzen, offenbar gesteigert. Die Chefs der drei größten Gewerkschaften haben Ministerpräsidentin Ewa Kopacz laut Medien nun im Wahljahr ein Ultimatum gestellt: Würden Forderungen nicht erfüllt, werde man die Massen auf die Straße bringen.

Noch im Jänner sollen Verhandlungen der Arbeitnehmervertreter mit der Regierung u.a. zu Übergangspensionen, Arbeitsverträgen und flexiblen Arbeitszeiten beginnen. Die Gewerkschaften möchten nach den Bergarbeitern auch über Probleme in anderen Branchen mit den Ministern reden: Bahn, Lehrer, Bauern, Post. Für den Fall, dass die Verhandlungen scheitern, drohen sie mit einem landesweiten Generalstreik.

Am Wochenende hatte die Regierung auf Druck der Gewerkschaften auf die umstrittensten Pläne für den Steinkohlekonzern Kompania Weglowa verzichtet. Unrentable Bergwerke werden nun nicht geschlossen. Es wird auch keine Massenentlassungen im Bergbau geben. Nach Medienberichten waren die Zugeständnisse der Regierung von der Überlegung beeinflusst, dass sich in einem Jahr mit Parlaments- und Präsidentenwahl ein Protest auf andere Branchen oder gar das ganze Land zu ihrem Nachteil an der Urne ausweiten könnte.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte