Polens Zentralbank warnt vor Zwangsumtausch von Franken-Hypotheken

Polens Wirtschaft drohen nach Einschätzung der heimischen Notenbank erhebliche Rückschläge bei einem gesetzlichen Zwangsumtausch von Franken-Krediten in Zloty. Die Umsetzung solcher Pläne, mit der Häuslbauer entlastet werden sollen, würde die Banken mit umgerechnet bis zu 9,9 Mrd. Euro belasten, teilte die Zentralbank am Mittwoch in Warschau mit.

Rund 70 Prozent des Bankensektors könnten dann in die roten Zahlen rutschen. Die Notenbank sieht damit die Stabilität der Geldinstitute in Gefahr. Auch könnte eine massenhafte Umwandlung dieser Kredite zu einer Abwertung der Währung führen, warnte die Notenbank. Ratingagenturen könnten ihre Bonitätsnoten für Polen senken. Die Agentur S&P hat das bereits getan, Fitch hat damit gedroht.

In den Jahren 2007 und 2008 hatten rund 500.000 Polen Hypotheken in der Schweizer Währung aufgenommen, da dafür deutlich geringere Zinsen fällig wurden. Inzwischen ist der Franken zum Zloty aber um gut 80 Prozent nach oben geschnellt - die Schuldenlast der Hausbauer stieg dadurch massiv an. Staatspräsident Andrzej Duda will die Bürger nun entlasten und die Banken zwingen, die Kredite in Zloty umzuschreiben. In den Büchern polnischer Banken liegen Franken-Kredite im Gegenwert von 144 Mrd. Zloty (32,3 Mrd. Euro).

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte