Polens Notenbank senkt Zinsen auf Rekordtief

Warschau - Polens Zentralbank hat den Leitzins unerwartet deutlich auf ein Rekordtief gesenkt. Sie setzte den Schlüsselzins für die Versorgung des Finanzsystems mit Geld am Mittwoch um einen halben Prozentpunkt niedriger auf 1,5 Prozent. Experten hatten mit einer geldpolitischen Lockerung gerechnet, jedoch nur eine Reduzierung auf 1,75 Prozent erwartet.

Notenbankgouverneur Marek Belka sprach von einer "schwierigen Entscheidung". Da das Zinsniveau nun historisch niedrig sei, seien weitere Senkungen sehr unwahrscheinlich. Die Landeswährung Zloty geriet nach dem Entscheid zum Euro unter Druck.

Die Notenbank habe kein Wechselkursziel, betonte Belka. Es sei damit zu rechnen, dass Währungen in den Staaten "rund um die Eurozone" unter Aufwertungsdruck gerieten, da die Europäische Zentralbank (EZB) eine große Geldschwemme starte. Der Rat der EZB kommt am Donnerstag auf Zypern zu einer auswärtigen Sitzung zusammen und könnte dann Näheres zum Startpunkt ihres Ankaufprogramms mitteilen.

Die EZB hatte im Jänner beschlossen, von März an monatlich Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von 60 Milliarden Euro zu erwerben, um damit die Wirtschaft zu beleben und die Kreditvergabe anzukurbeln. Die Hüter des Euro wollen dafür bis September 2016 mehr als eine Billion Euro in die Hand nehmen. Die Zinsen in der Eurozone liegen mit 0,05 Prozent deutlich niedriger als in Polen. Mit der dortigen Zinssenkung werden Anlagen in Zloty allerdings weniger attraktiv. Damit wird auch der Aufwertungsdruck auf die polnische Devise gemindert.

London (APA/Reuters) - Sechs Monate vor dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens ist die erwartete massenhafte Verlagerung von Jobs in der Finanzbranche bisher ausgeblieben. Lediglich 630 Arbeitsplätze seien in andere Länder verschoben worden, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Reuters-Umfrage hervor.
 

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Brexit - Britische Finanzbranche verlagerte bisher nur 630 Jobs

Wiesbaden (APA/dpa/Reuters) - Die gute Konjunktur hat die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 um 46,5 Milliarden Euro sinken lassen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte waren Ende Juni mit rund 1,93 Billionen Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch auf der Basis vorläufiger Erhebungen mitteilte.
 

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Deutschlands Schuldenberg verringerte sich um über 46 Milliarden Euro

Mailand (APA) - Die Bank Austria-Mutter UniCredit reagiert mit einem "No comment" auf Mediengerüchte über eine angeblich 2019 geplante große Fusion mit einem englischen oder niederländischen Geldhaus. Die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" spekulierte am Mittwoch über Akquisitionspläne des UniCredit-Vorstandschefs Jean-Pierre Mustier im kommenden Jahr.
 

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UniCredit: No Comment zu Gerüchten über Fusionspläne 2019