Pirelli geht am 4. Oktober an die Mailänder Börse

Rom/Mailand (APA) - Der italienische Reifenhersteller Pirelli kehrt am 4. Oktober an die Mailänder Börse zurück. Dies kündigte der CEO des Mailänder Konzerns, Marco Tronchetti Provera, am Montag zu Beginn des IPO (Initial Public Offering) an, das bis zum 28. September läuft.

350 Millionen Aktien werden in einer vorläufigen Preisspanne von je 6,30 bis 8,30 Euro ausgegeben. Der Startpreis wird am 29. September festgesetzt. Pirellis Börsengang ist der größte Europas in diesem Jahr. Stolze 3,3 Milliarden Euro will Pirelli mit dem Börsengang eintreiben.

93 Jahre lang war der 1872 gegründete Mailänder Reifenhersteller an der Börse notiert, bis der Konzern 2015 im Zuge der Akquisition durch den chinesischen Branchenriesen China National Chemical Corporation (ChemChina) vom Markt genommen wurde. "Wir sind ein Startup-Unternehmen mit 145 Jahren, das an die Börse geht", scherzte Tronchetti Provera.

Im Zuge des Börsengangs wird ChemChina seine Pirelli-Beteiligung reduzieren. Pirellis italienische Geschäftsführung und der Firmensitz in Mailand werden künftig nur mit Zustimmung von 90 Prozent der Aktionäre geändert werden können. In Hinblick auf den Börsengang verkleinerte Pirelli seinen Aufsichtsrat von 15 auf 8 Mitglieder.

Unter der Führung ChemChinas, der 2015 den Lieferanten der Reifen für die Formel-1-Rennwagen für 7,4 Milliarden Euro übernommen hatte, hat Pirelli das Geschäft mit Industrie- und Lkw-Reifen abgetrennt, die Sparte in "Prometeon" umbenannt und in eine in Shanghai börsennotierte Gesellschaft namens Aeolus eingebracht. Jetzt will sich Pirelli auf Reifen im höheren Segment konzentrieren, wo die Konkurrenz geringer und die Rentabilität höher ist.

Tronchetti Provera versicherte, dass Pirelli ab 2019 Dividende ausschütten werde. Er selber werde 2020 die Konzernführung verlassen. 2020 werde er 72 Jahre werden. "Ich werde dem Unternehmen immer nahe stehen, doch die Führung sollen frische Kräfte übernehmen. Pirellis Zukunft ist in guten Händen", so der Mailänder Großunternehmer.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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