Pimco: Investoren müssen ihre Rendite-Erwartungen überprüfen

Frankfurt (Reuters) - Die mit Geldabflüssen kämpfende Fondsgesellschaft Pimco hat ihre Anleger vor überzogenen Rendite-Erwartungen gewarnt. Auf Renditen von drei Prozent im Jahr werden sich Anleger einstellen müssen, auch wenn die Zinsen schrittweise steigen. Aktien bringen indes mehr.

Frankfurt. Die mit Geldabflüssen kämpfende Fondsgesellschaft Pimco hat ihre Anleger vor überzogenen Rendite-Erwartungen gewarnt. "Es ist an der Zeit, dass die Leute einmal ihre Erwartungen auf den Prüfstand stellen", sagte Scott Mather, der als Chief Investment Officer für US-Anleihen einer der Nachfolger von Starmanager Bill Gross ist, der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe). "In den kommenden Jahren wird man mit einem globalen Portfolio von Anleihen bester Bonität vielleicht eine Rendite von drei Prozent im Jahr verdienen können, selbst wenn die Zinsen schrittweise steigen", sagte Mather. Mit Aktien ließe sich ein bisschen mehr verdienen.

Die Allianz -Tochter Pimco hat seit Gross' Weggang damit zu kämpfen, dass Kunden ihr Geld abziehen. Allein im September waren es 23,5 Milliarden Dollar. Am Freitag gab der kalifornische ScholarSave-Fonds bekannt, 262 Millionen Dollar nicht mehr bei Pimco anzulegen.

Die Fondsgesellschaft kommt seit Monaten wegen Personalquerelen nicht zur Ruhe. Den Höhepunkt gab es am 26. September, als der früher als "Bond-König" gefeierte Gross seinen Rückzug bekanntgab. Er räumte ein, damit seinem Rauswurf zuvorgekommen zu sein. Gross verwaltete über Jahrzehnte den Flaggschiff-Fonds von Pimco, den einst weltgrößten Anleihefonds Total Return. Nun arbeitet der Fondsmanager beim kleineren Konkurrenten Janus Capital.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro