Pierer-Angebot für Pankl-Racing von Übernahmekommission untersagt

Aus der geplanten Übernahme des börsennotierten Luftfahrt- und Rennsportausrüsters Pankl Racing Systems durch die Pierer Industrie AG wird vorerst nichts. Die Übernahmekommission hat mit Bescheid vom 22. März die Veröffentlichung des geplanten öffentlichen Tauschangebotes endgültig untersagt, teilten sowohl die Übernahmekommission als auch Pierer Industrie am Mittwoch mit.

Grund für die Untersagung sind unterschiedliche Rechtsauffassungen zwischen der Bieterin, also der Pierer Industrie, und der Übernahmekommission.

Pierer Industrie, Hauptaktionärin der Cross Industrie und somit von Pankl Racing Systems, hatte am 13. Jänner ein freiwilliges öffentliches Tauschangebot veröffentlicht: Den Pankl-Aktionären wurden Cross-Aktien im Verhältnis 1:8 angeboten.

Unterschiedliche Rechtsauffassungen gebe es insbesondere bei der Frage, mit welchem Wert die Gegenleistung im Tauschangebot für Zwecke der Nachzahlungsgarantie zu bemessen ist, sofern deren Höhe und Berechnungsweise explizit im Angebot genannt werden sollen, wie die Übernahmekommission ausführt. Die Nachzahlungsgarantie diene der finanziellen Gleichbehandlung der Aktionäre und soll sicherstellen, dass vom Bieter während eines Zeitraums von neun Monaten nach Ende des Angebotes keine Erwerbe von Wertpapieren der Zielgesellschaft durchgeführt werden, bei denen eine höhere Gegenleistung als im Angebot gewährt oder vereinbart wird.

Laut Übernahmekommission entspricht die in der Angebotsunterlage für die Nachzahlungsgarantie angeführte Bewertung der Gegenleistung sowie deren Berechnungsmodus nicht den gesetzlichen Vorgaben. Die Kommission betont, dass sie nicht die Höhe der gebotenen Gegenleistung beanstandet habe, sondern lediglich die für die Nachzahlung relevante Bezugsgröße. Pierer Industrie habe allerdings - ohne dass hierfür eine gesetzliche Notwendigkeit bestanden hätte - darauf insistiert, diese in der Angebotsunterlage zu nennen.

Laut Pierer Industrie vertritt die Übernahmekommission die Ansicht, dass bei der Bewertung der Nachzahlungsgarantie nicht auf den Durchschnittskurs innerhalb eines Referenzzeitraumes abzustellen sei, sondern auf den Börsenkurs der zum Tausch angebotenen Papiere zu einem bestimmten Stichtag. Die Pierer Industrie habe bei der Bewertung der angebotenen Gegenleistung - wie bei einer in der Vergangenheit durchgeführten Transaktion - aber auf den volumengewichteten Sechs-Monats-Durchschnittskurs vor Veröffentlichung der Angebotsabsicht abgestellt, was einem Referenzwert von 30,43 Euro entspreche. Die Übernahmekommission stelle hingegen auf den Börsekurs am Tag der geplanten Veröffentlichung der Angebotsunterlage vom 4. März ab, was einem Referenzkurs von 27,63 Euro entspreche.

"Die von der Übernahmekommission vertretene Rechtsansicht wird von der Pierer Industrie AG nicht geteilt", so die Bieterin. Man nehme die Entscheidung der Übernahmekommission aber zur Kenntnis. "Derzeit ist nicht geplant, ein weiteres öffentliches Angebot zu legen", hieß es von Unternehmensseite zur APA.

Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei der in der Koalition umstrittenen Frage technischer Diesel-Nachrüstungen eine Entscheidung bis Ende September angekündigt. "Wir müssen gucken, wie wir unter der Maßgabe der Verhältnismäßigkeit, der Notwendigkeit, möglichst Fahrverbote zu vermeiden, eine vernünftige Lösung finden Ende September", sagte die CDU-Politikerin am Freitag in Berlin.
 

Newsticker

Merkel: Bis Ende September Entscheidung zu Diesel-Umrüstungen

Brüssel (APA) - Auch der deutsche Staatsminister Michael Roth hält ein No-Deal-Szenario beim Brexit für möglich. "Wir können derzeit nichts ausschließen", betonte er vor dem Brexit-Rat am Freitag in Brüssel. Der Brexit zeige "auf dramatische Weise, dass der Austritt aus der EU kein einziges Problem" löse. Immerhin liege nun ein Vorschlag Londons vor, "auf den wir sehr lange gewartet haben", so Roth.
 

Newsticker

Brexit - Deutscher Staatsminister Roth: Auch No-Deal-Szenario möglich

München/Fairfield (Connecticut) (APA/Reuters) - Umsatz- und Gewinneinbrüche im Geschäft mit traditioneller Kraftwerkstechnik und erneuerbaren Energien drücken das Ergebnis von General Electric. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft fiel nach Anteilen Dritter im zweiten Quartal um 28 Prozent auf 736 Millionen Dollar (635 Mio. Euro), wie der US-Industriekonzern am Freitag mitteilte.
 

Newsticker

Energie-Sparten ziehen General Electric nach unten