Philips wächst nach längerer Durststrecke wieder

Amsterdam - Der niederländische Elektrokonzern Philips hat sich zum Jahresauftakt nach längerer Durststrecke ein Stück weit erholt. Das operative Ergebnis kletterte um knapp 7 Prozent auf 324 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 2 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro.

Der Traditionskonzern hat sich in den vergangenen Jahren von zahlreichen Geschäftsbereichen getrennt, etwa der Unterhaltungselektronik. Das Lampengeschäft befindet sich in der Abspaltung. Die Amsterdamer konzentrieren sich jetzt auf ihre verbleibende Medizintechnik sowie kleine Hausgeräte.

Vorstandschef Frans van Houten zeigte sich "ermutigt" vom jüngsten Plus bei den Einnahmen. Im Gesamtjahr rechne er mit einem moderaten Umsatzzuwachs. Die operative Rendite liege aber weiter einen Punkt unter dem langfristigen Ziel von elf Prozent.

In der gebeutelten Medizintechnik-Sparte, die im vergangenen Jahr unter einer Werksschließung in den USA litt, gehe es wieder aufwärts. Umsatz und Auftragseingang seien gestiegen. Allerdings verdient Philips damit weiterhin kaum Geld. Der Betriebsgewinn des Segments lag bei 17 (Vorjahr: 109) Mio. Euro. Die Niederländer hinken in dem Geschäft Experten zufolge derzeit den größeren Rivalen Siemens und GE hinterher.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne