Pharmariese Teva bietet 40 Milliarden für Rivalen Mylan

Bei der Pharmaindustrie steht der nächste Mega-Deal an: Generika-Hersteller Teva will sich Mylan schnappen. Ein Übernahmeschlacht zeichnet sich ab. Mylan will nicht verkaufen.

Tel Aviv/New York. Es wäre der bisher größte Pharma-Deal des Jahres: Der israelische Hersteller von Nachahmer-Medikamenten Teva will den US-Konkurrenten Mylan kaufen - allerdings gegen dessen Willen. Die Ratiopharm-Mutter Teva bietet 82 Dollar (etwa 77 Euro) pro Aktie, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Insgesamt wird Mylan so mit über 40 Mrd. Dollar (gut 37 Mrd Euro) bewertet.

Das wäre ein kräftiger Aufschlag auf den Aktienkurs. Teva will etwa die Hälfte des Preises bar bezahlen, den Rest mit eigenen Aktien.

Das Geschäft würde die Position von Teva als Weltmarktführer bei Nachahmer-Medikamenten (Generika) festigen. Zusammen kommen beide Unternehmen auf einen Jahresumsatz von 27 Mrd. Dollar.

Doch das Kaufangebot stößt bei Mylan nicht auf Gegenliebe. Der Rivale ist derzeit selbst mit einer Milliardenübernahme beschäftigt. Er bietet 29 Mrd. Dollar für den irischen Pharmakonzern Perrigo. Dieses Offert wird jedoch von Perrigo ebenfalls nicht unterstützt.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht