Pfizer funkt Sanofi bei Übernahme dazwischen

New York - Der US-Pharmakonzern Pfizer hat Insidern zufolge Interesse an der Übernahme des Krebsspezialisten Medivation. Pfizer kommt damit dem französischen Konkurrenten Sanofi in den Weg, der 9,3 Mrd. Dollar (8 Mrd. Euro) für die Firma geboten hatte, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Sanofi hatte 52,50 Dollar in bar je Medivation-Aktie geboten, das Unternehmen hatte das Angebot jedoch als zu niedrig zurückgewiesen. Medivation habe noch nicht entschieden, ob es auf das Angebot von Pfizer eingehen solle, sagten die Insider. Es gebe auch keine Sicherheit, dass Pfizer ein Offert vorlegen wird.

Pfizer hatte jüngst die 160 Mrd. Dollar schwere Übernahme des Botox-Herstellers Allergan abgeblasen. Am Dienstag hatte Pfizer-Chef Ian Read gesagt, der Konzern sei weiter zu Übernahmen bereit, sofern sie sinnvoll seien. Zu Medivation äußerte er sich nicht.

Sanofi befindet sich mitten in der Neuausrichtung. Die Franzosen wollen ihr milliardenschweres Tierarznei-Geschäft an den deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim verkaufen. Zugleich will der Konzern seine Abhängigkeit vom langjährigen Umsatztreiber Lantus, einem Diabetesmittel, verringern.

Der Erwerb von Medivation würde gut in die Strategie des neuen Sanofi-Chefs und ehemaligen Bayer -Managers Olivier Brandicourt passen, sich wieder stärker Angeboten für die Behandlung von Krebs zu widmen. Das Unternehmen aus San Francisco ist vor allem für sein Medikament Xtandi gegen Prostatakrebs bekannt.

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Der Streit zwischen der Ryanair-Tochter Laudamotion und der Gewerkschaft …