Petrobras droht wegen Korruption Rekordstrafe

Rio de Janeiro/New York - Der Petrobras-Korruptionsskandal könnte dem brasilianischen Öl-Riesen Insidern zufolge in den USA eine Rekordstrafe von 1,6 Mrd. Dollar (1,4 Mrd. Euro) einbrocken. Bisher hatte Siemens mit 800 Mio. Dollar im Jahr 2008 die größte Vergleichszahlung in einem Schmiergeldfall an amerikanische Behörden geleistet. Dieselbe Summe zahlte der Münchner Industriekonzern damals in Deutschland.

Petrobras drohe nun eine Strafe in der Höhe von mindestens den beiden Siemens-Bußen zusammen, sagte eine Person, die kürzlich von Petrobras-Anwälten in die Vorgänge eingeweiht worden war. Der Prozess könne sich zwei bis drei Jahre hinziehen. Petrobras und die zuständigen US-Behörden lehnten eine Stellungnahme zu den Reuters-Informationen ab.

Dem Staatskonzern wird vorgeworfen, für Arbeiten von Subunternehmen sowie für Zukäufe systematisch zu hohe Kosten ausgewiesen und die Differenz zu den tatsächlichen Preisen an politische Parteien geschleust zu haben - darunter auch die Arbeiterpartei von Präsidentin Dilma Rousseff. Erst am Wochenende stand der größte Korruptionsskandal des südamerikanischen Landes im Mittelpunkt von Massenprotesten gegen Rousseff. Sie bestreitet, etwas von Bestechung und Geldwäsche gewusst zu haben. Von 2003 bis 2010 leitete sie als Verwaltungsratschefin die Petrobras-Aufsicht.

Ins Visier der US-Behörden ist der Konzern geraten, weil seine Aktien an der New Yorker Börse gehandelt werden. So untersuchen die Börsenaufsicht SEC und das Washingtoner Justizministerium, ob US-Anleger durch die Affäre geschädigt wurden. Zwei weitere Insider erklärten, eine Vergleichssumme dürfte "groß" ausfallen. Zahlen nannten sie aber nicht. Alle drei Informanten betonten, dass es bisher noch keine konkreten Verhandlungen gebe.

Petrobras sieht sich selbst als Opfer von Korruption bei Zulieferfirmen und versucht, dies durch eigene Untersuchungen zu belegen. Dafür stellte der Konzern unter anderem den ehemaligen Siemens-Manager Andreas Pohlmann ein.

Lieboch/Wien (APA) - Die Zeta Biopharma GmbH mit Sitz in Lieboch bei Graz hat nach eigenen Angaben einen Großauftrag vom deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim erhalten. Der Auftrag übersteige deutlich die 25 Mio. Euro-Grenze und umfasst neben Anlagenplanung die Lieferung der Bioreaktoren für die Biotech-Produktionsanlage am Boehringer Regional Center Vienna.
 

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Steirische Zeta Biopharma mit Großauftrag von Boehringer Ingelheim

Dublin (APA/dpa) - Beim irischen Billigflieger Ryanair kündigt sich der erste Pilotenstreik der Geschichte an. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat am Dienstag zu Streiks an den deutschen Basen aufgerufen. Zuvor hatten bereits Gewerkschaften in Italien und Portugal für Arbeitskämpfe mobilisiert. An der Basis Dublin haben sich irische Piloten per Urabstimmung für einen Streik ausgesprochen.
 

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Deutsche Ryanair-Piloten wollen streiken - Europaweite Aktion

Wien (APA) - Der Automarkt boomt in Österreich. Bis November wurden heuer 327.669 Pkw neu zum Verkehr zugelassen, um 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. Damit lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen einen Monat vor Jahresende nur um rund 2.000 Stück unter jener des Gesamtjahres 2016. Im Monat November betrug der Anstieg 16 Prozent.
 

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Automarkt boomt - Pkw-Zulassungen bis November um 7,8 Prozent höher