Personalumbau bei SAP wird noch teurer

Walldorf - Der Personalumbau kommt den deutschen Softwarekonzern SAP noch teurer als gedacht. Finanzchef Luka Mucic rechnet nun in diesem Jahr mit Kosten zwischen 585 bis 615 Mio. Euro, nach dem zweiten Quartal waren es noch 470 bis 530 Mio. Euro gewesen. Das Programm sei bis zum Schluss besser angenommen worden als gedacht, sagte Mucic Dienstagfrüh in Walldorf.

Der Konzern baut sein Angebot seit einigen Jahren grundlegend um. Ein Kerngedanke: Statt Softwarelizenzen zu kaufen, sollen die Kunden sie mieten. Das beschert SAP kontinuierlichere Einnahmen.

Im Zuge dieses Umbaus will SAP weltweit Stellen in Abteilungen streichen, die nicht zu den Wachstumsgebieten gehören, und hat freiwillige Abfindungsprogramme gestartet. Wegen der dafür anfallenden Kosten verdiente SAP mit 895 Mio. Euro unterm Strich im dritten Quartal nur um zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei waren die Umsätze dank guter Geschäfte besonders in Asien und den USA um 19 Prozent auf 4,12 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Am Ende des Jahres will der Konzern dank seines Wachstums in anderen Bereichen aber wieder deutlich mehr Mitarbeiter beschäftigten. Ende September ist waren es mit 75.643 bereits etwa 1.200 mehr als im Vorjahr gelungen.

Das Geschäft mit Cloud-Software könnte nach den Worten von SAP -Vorstandschef Bill McDermott in diesem Jahr besser abschneiden als bisher angepeilt. Es laufe sehr gut, sagte McDermott am Dienstag. "Wir haben eine Chance, das zu übertreffen", sagte der SAP-Chef mit Blick auf die Prognose. Der Marktführer für Software zur Firmensteuerung hat sich einen Umsatz von rund 2 Mrd. Euro im Gesamtjahr mit der Mietsoftware aus dem Internet vorgenommen. Nach drei Quartalen hat SAP bereits einen Erlös von 1,66 Mrd. Euro erreicht, etwa doppelt so viel wie im Vorjahr.

San Diego (Kalifornien) (APA/dpa) - Im Bemühen um mehr Sicherheit bei autonom fahrenden Autos fordert der Chiphersteller Qualcomm klare Vorgaben der Politik an Autobauer und Zulieferer. Dabei gehe es um den Einsatz von Technologien, damit Fahrzeuge verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren können.
 

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Qualcomm-Vorstand: Politik muss Vorgaben machen für autonomes Fahren

Wien/Wels (APA) - KTM-Chef Stefan Pierer wird erneut ein freiwilliges Übernahmeangebot für den börsennotierten deutschen Autozulieferer SHW AG legen. Pierer ist bereits Hauptaktionär des Unternehmens. Das Erwerbsangebot an die SHW-Aktionäre diene dem strategischen Ausbau der bestehenden Beteiligung von 49,38 auf bis zu 75,1 Prozent, teilte die zur Pierer Industries AG zählende SHW Beteiligungs GmbH am Montag mit.
 

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KTM mit neuem Übernahmeangebot für deutsche SHW

Frankfurt (APA/Reuters) - Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret warnt vor einem Deregulierungswettlauf mit Großbritannien nach dem Brexit. "Manche britischen Politiker rechnen sich ja Vorteile im Wettbewerb der Finanzplätze aus. Einen Deregulierungswettbewerb hielte ich aber für äußerst gefährlich", sagte Dombret im Interview mit "Welt" (Montagausgabe) laut Vorabbericht.
 

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Bundesbanker warnt vor Deregulierungswettlauf nach dem Brexit