Pensionskassen-Veranlagungsertrag im Halbjahr bei minus 1,21 Prozent

Wien (APA) - Die österreichischen Pensionskassen verzeichneten im ersten Halbjahr eine negative Performance: Das Veranlagungsergebnis lag im Durchschnitt bei minus 1,21 Prozent, teilte der Fachverband der Pensionskassen am Freitag mit.

Die von den USA ausgehenden Drohungen mit Zöllen sowie die politischen Unsicherheiten über die Einigkeit Europas und damit über den Weiterbestand der EU hätten zuletzt starke Auswirkungen auf die Kapitalmärkte gehabt. "Diese Ansammlung von dunklen Wolken am Konjunktur-Himmel im ersten Halbjahr 2018 hat dazu geführt, dass die Aktienkurse gefallen sind. Trotzdem veranlagen wir in Aktien, da sie langfristig die besten Ergebnisse bringen und so die für unsere Kunden benötigten Erträge erwirtschaften. Die Pensionskassen haben noch das relativ Beste aus dieser schwierigen Situation gemacht", so Fachverbandsobmann Andreas Zakostelsky.

Wirtschaftlich und politisch unruhige Zeiten kämen immer wieder vor. "Aber für unsere Kunden und deren Betriebspensionen zählen ausschließlich die langfristigen Erträge über Jahre und Jahrzehnte" und "dieses langjährige durchschnittliche Jahresergebnis der Pensionskassen über 27 Jahre liegt bei plus 5,55 Prozent pro Jahr". Der durchschnittliche Erfolg der letzten 5 Jahre - erwirtschaftet in der Niedrigzinsphase - betrage plus 5,13 Prozent pro Jahr.

Die Pensionskassen hätten aufgrund der guten Veranlagungsergebnisse der letzten Jahre ausreichende Reserven gebildet, betont der Fachverband in seiner heutigen Pressemitteilung. Diese "Schwankungsrückstellungen" bewirkten, dass sich Schwankungen auf den Kapitalmärkten nicht unmittelbar auf die Pensionshöhe auswirken.

Die zehn Pensionskassen verwalten aktuell insgesamt ein Vermögen von 22,6 Mrd. Euro und sind der größte private Pensionszahler in Österreich.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte