Pensionskassen-Schutzverband befürchtet Kürzungen bei Firmenpensionen

Wien (APA) - Der Schutzverband der Pensionskassenberechtigten (pekabe) befürchtet für das kommende Jahr Kürzungen bei den Pensionskassen-Zusatzpensionen angesichts der negativen Performance der Pensionskassen von 1,14 Prozent per Ende Juni seit Jahresbeginn. Gefordert wird eine Reform bei den Firmenpensionen.

"Durch die unerfreulichen Verluste bei der Veranlagung im laufenden Jahr - teilweise bedingt durch die politische Weltlage, teilweise aber auch durch Fehleinschätzungen in der Veranlagung - drohen den Pensionskassenberechtigten im nächsten Jahr wieder Pensionskürzungen bis zu 10 Prozent", so der Verband am Montag in einer Presseaussendung.

Eine Reform der zweiten betrieblichen Säule der Altersvorsorge sei notwendig. Oberstes Ziel müsse die Absicherung einer nachhaltigen wertgesicherten Pension sein.

Der Verband fordert vom Gesetzgeber, dass die Pensionskassen als Verantwortliche für die Veranlagung "einen Teil des Risikos in Form einer Mindestertragsgarantie übernehmen und durch Erhöhung ihres Eigenkapitals - falls erforderlich auch mit Unterstützung der Aktionäre - für etwaige Schadensfälle Vorsorge treffen". Der Fachverband der Pensionskassen verweist dabei auf die sogenannte Sicherheitspension, die sei 2013 möglich ist und bei der Verluste ausgeschlossen sind. Diese werde aber von den Berechtigten praktisch nicht genützt, da bewusst sei, dass Garantien relativ teuer seien. Gefordert wird vom pekabe auch eine Öffnung der Schwankungsrückstellungs-Verzichtsoption für alle Leistungsberechtigen und Anwartschaftsberechtigten bei Pensionsantritt.

In Österreich haben laut Fachverband mehr als 924.000 Personen einen Anspruch auf eine Firmenpension aus einer Pensionskasse, das sind rund 23 Prozent der österreichischen Arbeitnehmer. Mehr als 98.000 davon beziehen bereits eine Pension. Die durchschnittliche Höhe lag 2017 bei 483 Euro im Monat. Insgesamt wurden 668 Mio. Euro ausgezahlt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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