Pensionskassen 2015 mit 2,36 Prozent Veranlagungsertrag

Die österreichischen Pensionskassen haben 2015 einen Veranlagungsertrag von 2,36 Prozent erzielt, gab der Fachverband der Pensionskassen am Mittwoch bekannt. 2014 betrug die Performance 7,82 Prozent, im langjährigen Durchschnitt seit Pensionskassenstart 1991 waren es 5,58 Prozent/Jahr. Aussagen zur Pensionshöhe oder möglichen Kürzungen gab es heute nicht. Die Berechnungen erfolgten bis Ende März.

Zuwächse gab es im Vorjahr bei Anspruchsberechtigten und Verträgen. Gefordert wird eine stärkere Förderung der Eigenbeiträge der Arbeitnehmer, die im Vorjahr bereits kräftig gestiegen sind.

Fachverbandsobmann Andreas Zakostelsky verwies vor Journalisten darauf, dass neben der Performance für die Pensionshöhe auch versicherungsmathematische Berechnungen in den einzelnen Veranlagungs- und Risikogemeinschaften eine Rolle spielten. Wichtig für die Kunden seien nicht einzelne Quartale, sondern die langfristige Performance. Über drei Jahre wiesen die Pensionskassen einen Performance-Durchschnitt von plus 5,93 Prozent auf, und über fünf Jahre von 4,54 Prozent pro Jahr und über zehn Jahre seien es 3,8 Prozent jährlich.

Den Veranlagungsertrag von 2,36 Prozent im Jahr 2015 bezeichnete er angesichts des Umfeldes und der hohen Volatilitäten - wie Niedrigzinsen, Griechenland-Krise, Russland-Sanktionen - in Summe als sehr erfreulich. 2014 habe es Sonderfaktoren gegeben, die man mitnehmen konnte. Innerhalb der einzelnen Pensionskassen habe es kaum Performanceunterschiede gegeben.

Man lasse sich sehr gerne auch mit anderen Anlageformen messen. So hätten die Pensionskassen in zehn Jahren kumuliert plus 56,9 Prozent erwirtschaftet, die Sekundärmarktrendite am österreichischen Rentenmarkt habe ein Plus von 34 Prozent ergeben und eine Spareinlage plus 11,6 Prozent. Für 2016 sind die Pensionskassen in Summe optimistisch.

Das veranlagte Vermögen stieg den heute präsentierten vorläufigen Zahlen zufolge von 19,5 Mrd. auf 20,2 Mrd. Euro. Rund 66 Prozent waren in Anleihen investiert, rund 28 Prozent in Aktien und rund 3,5 Prozent in Immobilien. An neuen Verträgen abgeschlossen wurden rund 400, deutlich mehr als in den Jahren davor mit 150 bis 200 Neuverträgen. 55 Prozent der neuen Verträge kamen im Vorjahr von Klein- und Mittelbetrieben (KMU).

Die Zahl der Anspruchsberechtigten (Anwartschafts- und Leistungsberechtigte) stieg von rund 856.500 auf 883.219 Personen, so Fachverbandsgeschäftsführer Fritz Janda. Davon beziehen 89.621 (nach rund 86.000) bereits eine zusätzliche Firmenpension, die 2015 durchschnittlich bei 489 Euro im Monat lag. Die Pensionszahlungen insgesamt betrugen im Vorjahr 614 Mio. Euro. Die Zahl der Leistungsberechtigten erhöhte sich von rund 770.500 auf rund 793.600 Personen.

Die Zahl der Arbeitnehmer, die zusätzliche Eigenbeiträge leisteten, stieg um 25 Prozent auf mehr als 114.000 Personen. Eingezahlt wurden dabei in Summe rund 80 Mio. Euro. Gefordert wird vom Fachverband, dass im Zuge der Pensionsreform die Förderung der Eigenbeiträge mit jener der Zukunftsvorsorge gleichgestellt wird. Aktuell werden Pensionskassenbeiträge von Arbeitnehmern mit dem gleichen Prämiensatz gefördert, aber maximal bis zu 1.000 Euro im Jahr. Bei der Zukunftsvorsorge liegt die Obergrenze für geförderte Einzahlungen heuer bei 2.676,89 Euro.

Eigenbeträge sollten steuerlich absetzbar sein. Sie würden dann bei Bezug der Pension besteuert, eher mit einem niedrigeren Steuersatz. Für den Staat bedeute dies aber wegen einer höheren Basis keinen Steuerentgang, so Zakostelsky. Die Arbeitgeberbeiträge können von der Steuer abgesetzt werden. Gefordert wird auch eine Verankerung der Zusatzpensionen in allen Kollektivverträgen. Wie immer die Reformen der ersten Säule weitergingen, es werde niemand erwarten, dass unterm Strich mehr herauskomme. Einen Effekt auf die Eigenvorsorge dürfte wohl auch das Pensionskonto haben.

Zu Forderungen nach der Wiedereinführung eines Mindestertrags verwies Zakostelsky auf die seit der letzten Pensionskassen-Reform möglichen Sicherheits-VRGs, die bei Pensionsantritt gewählt werden können und die Pension nach unten absichern. Diese seien bisher von 29 Personen in Anspruch genommen worden. Das Lebensphasenmodell sei von 120.000 Personen gewählt worden.

Wien (APA) - Der Frequentis-Konzern hat im Jahr 2017 seinen Gewinn (nach Steuern) von 9,2 Mio. auf 10,7 Mio. Euro gesteigert. Das auf sicherheitskritische Kommunikations- und Informationssysteme spezialisierte Wiener IT-Unternehmen erzielte 266,9 Mio. Euro Umsatz, nach 241,2 Mio. Euro im Jahr 2016. Dies geht aus der heute Dienstag veröffentlichten Konzern-Bilanz im Amtsblatt der Wiener Zeitung hervor.
 

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Frequentis steigerte 2017 Gewinn und Umsatz

Linz (APA) - In der Affäre um liegen gebliebene Akten im Linzer Magistrat hat das Kontrollamt nun seinen Bericht vorgelegt, wie die Stadt am Dienstag berichtete. Es macht u.a. "Defizite in der organisatorischen, personellen und strategischen Führungsarbeit" für die Misere verantwortlich. Die entstandene Schieflage sei lange Zeit "von allen Beteiligten des Geschäftsbereiches völlig falsch eingeschätzt" worden.
 

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Linzer Aktenaffäre: Kontrollamt sieht Defizite in Führungsarbeit

Paris (APA/dpa) - Ein neuer Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs hat auch für Ausfälle und Verspätungen im Flugverkehr gesorgt. Wegen eines Streikaufrufs für Fluglotsen waren die Airlines am Dienstag dazu aufgerufen, an drei großen Flughäfen jeweils jeden fünften Flug zu streichen, wie Frankreichs zivile Luftfahrtbehörde bestätigte.
 

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Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs bringt Flugausfälle