Pensionsfonds steigern Anlagevermögen auf 41,3 Billionen US-Dollar

London (APA) - Das von Pensionsfonds weltweit verwaltet Vermögen ist 2017 auf einen neuen Rekordstand gestiegen. Einer neuen Studie zufolge stieg das Anlagevermögen in den 22 größten Ländern um 13 Prozent bzw. 4,8 auf 41,3 Billionen US-Dollar (33,06 Billionen Euro). Das ist das stärkste Wachstum seit 20 Jahren, teilten der Thinktank Thinking Ahead Institute und der Unternehmensberater Willis Towers Watson mit.

In den vergangenen 20 Jahren belief sich der durchschnittliche jährliche Anstieg der globalen Pensionsvermögen auf US-Dollar Basis demnach auf 6,2 Prozent und entsprach damit in etwa den globalen Aktien- und Anleihenrenditen.

Der Anteil lokaler Aktien in den Pensionsfonds ist von 68,7 Prozent im Jahr 1998 auf 41,2 Prozent in 2017 zurück gegangen. Die USA halten den höchsten Anteil an heimischen Aktien, Kanada, die Schweiz und Großbritannien den geringsten.

Der größte Markt für Pensionsfonds sind die USA mit einem Marktanteil am gesamten Pensionsvermögen von 61,4 Prozent, gefolgt von Großbritannien mit 7,5 Prozent und Japan mit 7,4 Prozent. Der Anteil von Ländern wie Frankreich, Deutschland, Japan, die Niederlanden, Spanien, Japan oder Großbritannien ist geschrumpft. Österreich wird in der Studie nicht berücksichtigt.

Das gesamte Vermögen der Pensionsfonds entsprach Ende 2017 rund 67 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung (BIP). In den Niederlanden liegt er mit 194 Prozent des BIP am höchsten, gefolgt von Australien (138 Prozent) und der Schweiz (133 Prozent).

In den vergangenen zehn Jahren ist das Pensionsvermögen in Relation zum lokalen BIP in den Niederlanden am stärksten gestiegen, nämlich von 68 auf 194 Prozent, gefolgt von Großbritannien (von 88 auf 121 Prozent), Kanada (von 83 auf 108 Prozent) und den USA (von 106 auf 131 Prozent).

Australien hat mit 87 Prozent den höchsten Vermögensanteil mit Beitragszusagen. Leistungszusagen dominieren dagegen in Japan (96 Prozent), Kanada (95 Prozent), den Niederlanden (94 Prozent) und Großbritannien (81 Prozent). Der Anteil der Beitragszusagen an den gesamten Pensionsvermögen ist von 33 Prozent in 1997 auf 49 Prozent in 2017 gestiegen.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder