Pensionen: Lob für und Kritik an Entwicklung

Wien - Ohne Überraschungen fallen die Reaktionen auf die Pensionsstatistik für das Jahr 2014 aus. Während Arbeitnehmer- und Seniorenorganisationen eine positive Entwicklung orten, sehen das Wirtschaft und NEOS ganz anders.

NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker will eine "Zahlentrickserei" erkennen. Das Pensionsantrittsalter beim Bezug einer normalen Alterspension sei sogar um 1,2 Monate gesunken. Dazu komme, dass immer noch zwei Drittel aller Pensionsbezieher über den Weg von Frühpensionierungsmöglichkeiten in Pension gingen.

Den statistischen Effekt durch die Herausrechnung des Reha-Gelds aus der Statistik führt auch die Wirtschaftskammer ins Treffen. Ohne diesen würde das tatsächliche Antrittsalter auf dem seit Jahren niedrigen Niveau stagnieren, meinte Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der WKÖ.

Der Leitende Sekretär des ÖGB, Bernhard Achitz wiederum sieht die Zahlen als Belege, dass "Alarmrufe", wonach die Pensionen bald nicht mehr finanzierbar wären, jeder seriösen Grundlage entbehrten. Offensichtlich seien die bisher vom Sozialministerium getroffenen Einzelmaßnahmen, um Menschen länger in Beschäftigung zu halten, erfolgreich. Für Alice Kundtner, stellvertretende Direktorin der AK Wien, sind die Zahlen der Belege, dass es auch ohne Pensionsautomatik gehe.

Der Chef des SPÖ-Pensionistenverbands, Karl Blecha, meinte, mit dem Anstieg des Antrittsalters würden alle jene zurückgewiesen, die ständig das Pensionssystem krank jammerten und den Menschen "unzumutbare Verschlechterungen und Kürzungen verordnen wollen". ÖVP-Seniorenbund-Obmann Andreas Khol drängte darauf, nun die Teilpension und die Bonus-Aufschubpension umzusetzen.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro