Pensionen - Pensionsantrittsalter stieg 2017 nur bei Männern

Wien (APA) - Die durchschnittliche Pensionshöhe in Österreich ist im Vorjahr um 1,7 Prozent auf 1.125,93 Euro monatlich angestiegen. Das geht aus dem am Mittwoch angenommenen Jahresbericht 2017 der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) hervor. Das Pensionsantrittsalter stieg nur bei den Männern. Der Bundesbeitrag zu den Pensionen sank stark , bedingt durch den Einmaleffekt der Bank-Austria-Nachzahlung.

Bei den Männern betrug die durchschnittliche Pensionshöhe 1.469,40 Euro, bei den Frauen waren es 912,37 Euro. Letztere gingen wie schon 2016 im Schnitt mit 59,0 Jahren in Pension (nur Eigenpensionen), bei Männern lag der Wert bei 60,9 (plus 0,2). Die Gesamtzahl der Pensionen betrug 1.935.727 (2016: 1.919.554), davon 1.389.524 Alters-, 404.878 Hinterbliebenen- und 141.415 Berufsunfähigkeits-/Invaliditätspensionen.

Die Einnahmen aus Versichertenbeiträgen lagen 2017 bei 30,508 Mrd., die Ausgaben bei 30,519 Mrd. Euro. Der in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunkene Bundesbeitrag ging diesmal besonders stark hinunter, nämlich von 4,339 Mrd. auf 3,203 Mrd. Euro. Bedingt war das durch einen Sondereffekt, wie Obmann Manfred Anderle anlässlich des Beschluss des PVA-Jahresberichts in der Generalversammlung betonte: Zur Geltung kommt hier die Nachzahlung der Bank Austria im Ausmaß von (nach PVA-Angaben) 768 Mio. Euro.

Von einer Unterfinanzierung des Pensionssystems könne jedenfalls keine Rede sein, wenn die PVA die Pensionen 2017 fast zur Gänze, in den Jahren zuvor zu mehr als 97 Prozent selbst zahlen könne, betonte Anderle. Weiter gesunken ist auch der Verwaltungsaufwand der PVA. Mit rund 299 Mio. Euro lag er bei 0,86 Prozent (2016: 0,90).

Gestiegen sind die Ausgaben für Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation der PVA, mit 993 Mio. Euro kratze man bereits an der Milliardengrenze, zeigte sich Anderle stolz. Sehr positiv werde der laufende Umstieg von der traditionellen Kur zum Angebot "Gesundheitsvorsorge aktiv" angenommen, so der Obmann. Auffällig sind die Daten zum Rehabilitationsgeld: Bereits 69,7 Prozent der Anspruchsberechtigten (bei Frauen sogar 72,9) bekommen es wegen psychiatrischer Krankheiten.

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