Peek & Cloppenburg ändert Dienstverträge in Österreich

Die deutsche Bekleidungskette Peek & Cloppenburg ändert in Österreich in großem Stil die Dienstverträge, schreibt der "Standard" (Donnerstag). Auslöser sei das mit Jahresbeginn in Kraft getretene Lohn- und Sozialdumpinggesetz. Die Wiener Zentrale nannte gegenüber der Zeitung keine Details, man sei aber "in engem Austausch mit dem Zentralbetriebsrat".

Im Zuge der Gesetzesänderungen "müssen die bestehenden Systeme und Verträge geprüft und bestimmte Klauseln in Einzelverträgen mitunter an die neue Rechtslage angepasst werden", wird Peek & Cloppenburg zitiert. Neben dem Sozialdumpinggesetz führt der Konzern auch noch ein "Arbeitsmarktänderungspaket in Abstimmung mit dem Handelskollektivvertrag" ins Treffen.

Was Sozialdumping betrifft, geht es im Handel in der Regel um die Sorge vor falschen Gehaltseinstufungen der Beschäftigten. Arbeitgebern, die deswegen etwa zu geringe Zuschläge zahlen, drohen Verwaltungsstrafen.

P&C will laut "Standard" weiters eine Abteilung der Wiener Zentrale auflösen und nach Düsseldorf verlagern. Kündigungen seien deswegen keine geplant. Das Unternehmen bestätigte die Verlagerung nicht. Vor wenigen Jahren wanderte die Verantwortung fürs Online-Geschäft von Österreich nach Deutschland.

Die Peek & Cloppenburg KG beschäftigt laut "FirmenCompass" rund 2.000 Mitarbeiter.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab