PayPal bescherte eBay Umsatzplus im ersten Quartal

Der vor der Abspaltung von eBay stehende Bezahldienst PayPal hat dem Online-Händler einen erfolgreichen Jahresauftakt beschert. Die Einnahmen des Dienstes stiegen kräftig an, während das klassische Marktplatz- und Auktionsgeschäft des US-Konzerns angesichts des scharfen Wettbewerbs schrumpfte.

Zudem macht eBay der starke Dollar zu schaffen, weshalb die am Mittwoch nach US-Börsenschluss vorgelegte Umsatzprognose für das laufende Quartal und das Gesamtjahr unter den Erwartungen blieb. Ebay-Aktien stiegen nachbörslich dennoch um fünf Prozent an.

Paypal steigerte seine Einnahmen im ersten Quartal um 14 Prozent auf 2,11 Mrd. Dollar (1,96 Mrd. Euro). Im Marktplatz-Kerngeschäft gab es indes einen Rückgang von vier Prozent. Am Ende stand für den Konzern ein Plus von rund vier Prozent auf 4,45 Mrd. Dollar. Der Gewinn betrug 626 Mio. Dollar, nachdem es vor Jahresfrist noch einen Verlust gab. Der war aber auf eine Steuerlast zurückzuführen, die eBay bei der Rückholung von Auslandsgewinnen entstand.

Die bereits angekündigte Abspaltung von Paypal soll eBay zufolge im dritten Quartal erfolgen. Den Schritt hatte vor allem der Großaktionär Carl Icahn gefordert und das eBay-Management hatte sich ihm nach anfänglicher Ablehnung gebeugt. Icahn hatte argumentiert, eBay und PayPal könnten getrennt voneinander insgesamt mehr wert sein und stärker wachsen als gemeinsam. Wie es nach der Abspaltung mit dem eBay-Rest weitergeht ist offen - möglicherweise wird er verkauft. Als mögliche Interessenten gelten an der Börse Amazon, der chinesische Online-Händler Alibaba und Google.

Für das laufende Quartal sagte eBay einen Umsatz zwischen 4,40 und 4,50 Mrd. und für das Gesamtjahr von 18,35 bis 18,85 Mrd. Dollar voraus. Analysten hatten bisher im Schnitt 4,57 beziehungsweise 18,96 Mrd. erwartet. Grund sei der starke Dollar, erklärte eBay. Der Konzern erwirtschaftet mehr als die Hälfte seines Umsatzes außerhalb der USA. Der Dollar war im vergangenen Jahr gegenüber großen anderen Währungen um 23 Prozent gestiegen

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma