Paradise Papers - Börsianer strafen Wirecard ab

Aschheim (APA/Reuters/dpa-AFX) - Der deutsche Zahlungsdienstleister Wirecard ist an der Börse am Mittwoch abgestürzt. Vorbörslich gab es zweistellige Kursverluste, am Vormittag waren es zeitweise rund 7 Prozent. Der Zahlungsdienstleister wehrt sich gegen Vorwürfe, er verstoße gegen die Glücksspielgesetze in Deutschland.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Mittwoch, Institute wie die Wirecard Bank führten Konten für Glücksspiel-Anbieter außerhalb Deutschlands, über die auch Auszahlungen an Spieler abgewickelt würden. Das verstoße nach Auffassung des niedersächsischen Innenministeriums und mehrerer Juristen gegen den Glücksspiel-Staatsvertrag.

Eine Wirecard-Sprecherin sagte am Mittwoch, das Unternehmen weise die Darstellung in dem Bericht zurück: "Wir sehen das sehr entspannt. Wir verhalten uns in jeder Hinsicht rechtskonform."

Der Datensatz der "Paradise Papers" hat den Blick der Weltöffentlichkeit einmal mehr auf fragwürdige Steuerpraktiken wohlhabender Personen und globaler Konzerne gelenkt - und auf Finanzfirmen in deren Umfeld.

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren