"Paradise Papers" - Attac fordert globales Finanzregister

London/Brüssel (APA) - Die globalisierungskritische NGO Attac Österreich hat die Berichterstattung über die gestohlenen "Paradise Papers" und die Nutzung von Steueroasen durch Konzerne zum Anlass genommen, die Forderung nach öffentlich zugänglichen Registern über die wahren wirtschaftlichen Eigentümer und Begünstigten hinter Briefkastenfirmen, Trusts und Stiftungen zu bekräftigen.

Seit Jahren würden Maßnahmen gegen das weltweite Offshore-System auf internationaler Ebene von den Regierungen blockiert oder verwässerst, kritisierte Attac (association pour la taxation des transactions financieres et pour l'action citoyenne) heute, Montag, in einer Aussendung.

Zu diesen Maßnahmen würde auch ein Welt-Finanzregister analog zum Grundbuch gehören um zu klären, wem was gehört und welche Steuerpflicht dadurch entsteht. Das EU-Parlament fordere solche Register, doch viele Regierungen, darunter auch die österreichische, seien nur für einen eingeschränkten öffentlichen Zugang. Ein weltweiter Informationsaustausch zwischen den Steuerbehörden sei zwar grundsätzlich vereinbart worden, doch gebe es nach wie vor große Schlupflöcher. Attac fordert darüber hinaus öffentliche länderweise Finanzberichte von multinationale Konzerne über ihre weltweiten Aktivitäten um transparent zu machen, wo diese ihre Gewinne verbuchen und wie viel Steuern sie dafür entrichten. Auch hier würden sich viele Länder wie Österreich und Deutschland gegen entsprechende Vorschläge des EU-Parlaments wehren.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte