"Paradise Papers" - Attac fordert globales Finanzregister

London/Brüssel (APA) - Die globalisierungskritische NGO Attac Österreich hat die Berichterstattung über die gestohlenen "Paradise Papers" und die Nutzung von Steueroasen durch Konzerne zum Anlass genommen, die Forderung nach öffentlich zugänglichen Registern über die wahren wirtschaftlichen Eigentümer und Begünstigten hinter Briefkastenfirmen, Trusts und Stiftungen zu bekräftigen.

Seit Jahren würden Maßnahmen gegen das weltweite Offshore-System auf internationaler Ebene von den Regierungen blockiert oder verwässerst, kritisierte Attac (association pour la taxation des transactions financieres et pour l'action citoyenne) heute, Montag, in einer Aussendung.

Zu diesen Maßnahmen würde auch ein Welt-Finanzregister analog zum Grundbuch gehören um zu klären, wem was gehört und welche Steuerpflicht dadurch entsteht. Das EU-Parlament fordere solche Register, doch viele Regierungen, darunter auch die österreichische, seien nur für einen eingeschränkten öffentlichen Zugang. Ein weltweiter Informationsaustausch zwischen den Steuerbehörden sei zwar grundsätzlich vereinbart worden, doch gebe es nach wie vor große Schlupflöcher. Attac fordert darüber hinaus öffentliche länderweise Finanzberichte von multinationale Konzerne über ihre weltweiten Aktivitäten um transparent zu machen, wo diese ihre Gewinne verbuchen und wie viel Steuern sie dafür entrichten. Auch hier würden sich viele Länder wie Österreich und Deutschland gegen entsprechende Vorschläge des EU-Parlaments wehren.

Memphis (Tennessee) (APA/Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat nach der Kritik an dem von ihm benannten Führungspersonal der Notenbank Widerspruch aus den Reihen der Währungshüter geerntet. Trump hatte die Zentralbank Fed für verrückt erklärt und die von ihm getroffene Personalauswahl als "nicht so glücklich" bezeichnet.
 

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Trumps scharfe Kritik an Währungshütern löst Widerspruch bei Fed aus

Stuttgart (APA/dpa) - Der deutsche Autobauer Porsche braucht mehr Personal für den Bau seiner Elektroautos. Für die Serienfertigung des Mission E Cross Turismo will der Sportwagenhersteller noch einmal 300 Stellen am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen schaffen, wie Porsche-Chef Oliver Blume am Donnerstag in Nürtingen beim Branchengipfel der Hochschule für Automobilwirtschaft ankündigte.
 

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Porsche stellt noch mehr Mitarbeiter für E-Auto-Produktion ein

Riad (APA/dpa) - Zu seiner großen Investmentkonferenz in Riad wollte Saudi-Arabien kommende Woche die Größen der Finanzwelt und Eliten der internationalen Wirtschaft in die Ölmonarchie locken. Doch das Verschwinden und die mutmaßliche Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat einen dunklen Schatten auf die aufwendig inszenierte Veranstaltung geworfen.
 

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"Future Investment Initiative" - Riads Plattform für Geldgeber