"Paradise Papers" - Attac fordert globales Finanzregister

London/Brüssel (APA) - Die globalisierungskritische NGO Attac Österreich hat die Berichterstattung über die gestohlenen "Paradise Papers" und die Nutzung von Steueroasen durch Konzerne zum Anlass genommen, die Forderung nach öffentlich zugänglichen Registern über die wahren wirtschaftlichen Eigentümer und Begünstigten hinter Briefkastenfirmen, Trusts und Stiftungen zu bekräftigen.

Seit Jahren würden Maßnahmen gegen das weltweite Offshore-System auf internationaler Ebene von den Regierungen blockiert oder verwässerst, kritisierte Attac (association pour la taxation des transactions financieres et pour l'action citoyenne) heute, Montag, in einer Aussendung.

Zu diesen Maßnahmen würde auch ein Welt-Finanzregister analog zum Grundbuch gehören um zu klären, wem was gehört und welche Steuerpflicht dadurch entsteht. Das EU-Parlament fordere solche Register, doch viele Regierungen, darunter auch die österreichische, seien nur für einen eingeschränkten öffentlichen Zugang. Ein weltweiter Informationsaustausch zwischen den Steuerbehörden sei zwar grundsätzlich vereinbart worden, doch gebe es nach wie vor große Schlupflöcher. Attac fordert darüber hinaus öffentliche länderweise Finanzberichte von multinationale Konzerne über ihre weltweiten Aktivitäten um transparent zu machen, wo diese ihre Gewinne verbuchen und wie viel Steuern sie dafür entrichten. Auch hier würden sich viele Länder wie Österreich und Deutschland gegen entsprechende Vorschläge des EU-Parlaments wehren.

Leverkusen/St. Louis (APA/dpa) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kann mit der Integration des übernommenen US-Saatgutunternehmens Monsanto beginnen. Mit dem nun vollzogenen Verkauf von Geschäftsteilen an den deutschen Konkurrenten BASF sind die Voraussetzungen erfüllt, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. Bayer ist bereits seit dem 7. Juni alleiniger Eigentümer von Monsanto.
 

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Bayer beginnt mit Monsanto-Integration

New York/Palo Alto (Kalifornien) (APA/Reuters) - Tesla-Chef Elon Musk und seinem Unternehmen drohen nach Einschätzung von Rechtsexperten keine drakonischen Strafen für die womöglich voreilige Ankündigung eines Börsenabschieds per Twitter.
 

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Experten - Tesla-Chef kann auf Milde der Börsenaufsicht hoffen

Wolfsberg (APA) - Das australische Unternehmen European Lithium, das auf der Koralpe im Süden Österreichs Lithium abbauen möchte, ist auf Investorensuche. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (AG) und ein Listing im amtlichen Handel an der Wiener Börse seien geplant, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Seit Oktober 2017 notiert European Lithium bereits am Dritten Markt der Wiener Börse.
 

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European Lithium will in amtlichen Handel an Wiener Börse