"Paradise Papers" - Attac fordert globales Finanzregister

London/Brüssel (APA) - Die globalisierungskritische NGO Attac Österreich hat die Berichterstattung über die gestohlenen "Paradise Papers" und die Nutzung von Steueroasen durch Konzerne zum Anlass genommen, die Forderung nach öffentlich zugänglichen Registern über die wahren wirtschaftlichen Eigentümer und Begünstigten hinter Briefkastenfirmen, Trusts und Stiftungen zu bekräftigen.

Seit Jahren würden Maßnahmen gegen das weltweite Offshore-System auf internationaler Ebene von den Regierungen blockiert oder verwässerst, kritisierte Attac (association pour la taxation des transactions financieres et pour l'action citoyenne) heute, Montag, in einer Aussendung.

Zu diesen Maßnahmen würde auch ein Welt-Finanzregister analog zum Grundbuch gehören um zu klären, wem was gehört und welche Steuerpflicht dadurch entsteht. Das EU-Parlament fordere solche Register, doch viele Regierungen, darunter auch die österreichische, seien nur für einen eingeschränkten öffentlichen Zugang. Ein weltweiter Informationsaustausch zwischen den Steuerbehörden sei zwar grundsätzlich vereinbart worden, doch gebe es nach wie vor große Schlupflöcher. Attac fordert darüber hinaus öffentliche länderweise Finanzberichte von multinationale Konzerne über ihre weltweiten Aktivitäten um transparent zu machen, wo diese ihre Gewinne verbuchen und wie viel Steuern sie dafür entrichten. Auch hier würden sich viele Länder wie Österreich und Deutschland gegen entsprechende Vorschläge des EU-Parlaments wehren.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort