Papst warnt vor Tyrannei des Wirtschaftssystems

Der Papst hat in einem Interview mit dem mexikanischen Fernsehen zwei Jahre nach seinem Pontifikatsbeginn seine Kritik am Wirtschaftssystem bekräftigt. "Die Migration hat heutzutage sehr viel mit dem Hunger, mit dem Mangel an Arbeitsplätzen zu tun, mit dieser Tyrannei eines Wirtschaftssystems, das den Geldgott im Mittelpunkt hat", so der Papst im Interview mit "Televisa".

"Mich freut es, dass Europa seine Migrationspolitik überdenkt. Italien war sehr großzügig, und das will ich aussprechen", sagte der Papst. Er lobte, dass Europa sich intensiv mit der Flüchtlingsproblematik befasse. Heutzutage sei die Emigration ein Resultat des Hungers, der Suche nach neuen Grenzen. "Dasselbe geschieht in Afrika mit all diesen Menschen, die das Mittelmeer überfahren; sie kommen aus Ländern, die schwierige Momente durchmachen, sei es wegen des Hungers, sei es wegen der Kriege", sagte der Heilige Vater.

Der Papst warnte auch vor dem Problem des Drogenhandels in Mexiko. Drogenhändler seien "Botschafter des Todes". "Ich glaube, dass alle dort sich sehr einsetzen sollten, um das auf irgendeine Weise zu lösen. Ich weiß, dass es sehr schwierig ist, einen Drogenhändler anzuzeigen, denn man setzt dabei sein Leben aufs Spiel, das ist eine Art Martyrium. Es ist hart, aber ich glaube, alle müssen wir in solchen Situationen - ob in Mexiko oder nicht - den Kopf hinhalten", so der Pontifex.

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Standfestigkeit der EU bei den Brexit-Verhandlungen gefordert. "Wir wollen ein geordnetes Verlassen Großbritanniens, aber nicht um jeden Preis. Wir dürfen uns den Binnenmarkt nicht zerstören lassen", sagte die Kanzlerin am Montag auf dem Unternehmertag des Außenhandelsverbands BGA in Berlin.
 

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Brexit - Merkel: "Dürfen uns Binnenmarkt nicht zerstören lassen"

Wien (APA/Reuters) - Der Finanzinvestor Advent bereitet Finanzkreisen zufolge einen Börsengang oder Verkauf der Wiener Addiko Bank vor, die aus der zusammengebrochenen Krisenbank Hypo Alpe Adria hervorgegangen ist. Die Investmentbanken Goldman Sachs und Citi sollen Advent bei dem Prozess beraten, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
 

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Finanzinvestor Advent bereitet Ausstieg bei Addiko Bank vor

Berlin/Rüsselsheim (APA/dpa) - Autohersteller wie VW mussten wegen unzulässiger Abgastechnikmanipulation bereits Diesel-Fahrzeuge zurückrufen - verpflichtend. Im Abgasskandal gerät nun auch Opel zunehmend in Visier der Behörden und immer stärker unter Druck. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) will für den Autobauer einen Rückruf von rund 100.000 Diesel-Fahrzeugen anordnen.
 

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Deutschland - Rückruf für 100.000 Opel-Diesel "steht kurz bevor"