Papst warnt vor Tyrannei des Wirtschaftssystems

Der Papst hat in einem Interview mit dem mexikanischen Fernsehen zwei Jahre nach seinem Pontifikatsbeginn seine Kritik am Wirtschaftssystem bekräftigt. "Die Migration hat heutzutage sehr viel mit dem Hunger, mit dem Mangel an Arbeitsplätzen zu tun, mit dieser Tyrannei eines Wirtschaftssystems, das den Geldgott im Mittelpunkt hat", so der Papst im Interview mit "Televisa".

"Mich freut es, dass Europa seine Migrationspolitik überdenkt. Italien war sehr großzügig, und das will ich aussprechen", sagte der Papst. Er lobte, dass Europa sich intensiv mit der Flüchtlingsproblematik befasse. Heutzutage sei die Emigration ein Resultat des Hungers, der Suche nach neuen Grenzen. "Dasselbe geschieht in Afrika mit all diesen Menschen, die das Mittelmeer überfahren; sie kommen aus Ländern, die schwierige Momente durchmachen, sei es wegen des Hungers, sei es wegen der Kriege", sagte der Heilige Vater.

Der Papst warnte auch vor dem Problem des Drogenhandels in Mexiko. Drogenhändler seien "Botschafter des Todes". "Ich glaube, dass alle dort sich sehr einsetzen sollten, um das auf irgendeine Weise zu lösen. Ich weiß, dass es sehr schwierig ist, einen Drogenhändler anzuzeigen, denn man setzt dabei sein Leben aufs Spiel, das ist eine Art Martyrium. Es ist hart, aber ich glaube, alle müssen wir in solchen Situationen - ob in Mexiko oder nicht - den Kopf hinhalten", so der Pontifex.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte