Papierindustrie zu EU-Klimazielen: 40.000 Jobs in Österreich bedroht

(APA) - Die heimische Papierindustrie sieht durch die EU-Klimaziele 40.000 Arbeitsplätze in Österreich in Gefahr. Grund ist in erster Linie das geplante Teil-Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren. Für die Papierindustrie seien die Ziele überhaupt "existenzgefährdend". Grund sei, dass hierzulande "keine großen Sprünge mehr möglich" seien, da man die Hausaufgaben schon gemacht habe.

"Die österreichische Papierindustrie hat die CO2-Emissionen pro Tonne Papier um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert", so Austropapier-Geschäftsführerin Gabriele Herzog am Dienstag in einer Aussendung. Ab Donnerstag findet ein Europäischer Rat zu CO2- und Energieeffizienzzielen der EU bis 2030 statt, Festlegungen dürften bevorstehen.

Mit den hohen Standortkosten in Österreich kämpften die energieintensiven Papierindustrie-Betriebe aber ohnehin schon jetzt, so deren Interessenverband. Also würde eine Anhebung des Klimaziels auf 40 Prozent bis 2030 weitere Zusatzkosten bedeuten, die für die Papierfabriken nicht mehr wettzumachen seien. Außerdem verwende man bereits 55 Prozent Brennstoffe biogenen Ursprungs, wird betont. Der Anteil fossiler Brennstoffe sei seit 1990 um elf Prozent verringert worden.

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