PaperNet-Insolvenz - Sanierungsplan zurückgezogen

Im Insolvenzverfahren der Wiener Neudorfer PaperNet GmbH ist nach Angaben des AKV vom Donnerstag der Sanierungsplan zurückgezogen worden. Die Schuldnerin sei nicht in der Lage, die Finanzierung aufzubringen, teilte der Gläubigerschutzverband mit. Das Verfahren werde nunmehr als Konkurs fortgeführt.

Laut AKV ist der Insolvenzverwalter mit der Verwertung des Unternehmens und der Einbringlichmachung noch offener Forderungen beschäftigt. Derzeit könne keine genaue Quotenprognose gemacht werden, weil zunächst das Ergebnis der Verwertungsmaßnahmen abzuwarten sei. Die Tagsatzung am (heutigen) Donnerstag diene lediglich der Prüfung nachträglich angemeldeter Forderungen.

Bei PaperNet wurden erst mit Beschluss vom Mittwoch die Unternehmensbereiche Druck & Design, Büro & Kommunikation, Werbetechnik sowie Lager & Logistik konkursgerichtlich geschlossen. Laut dem Masseverwalter würde die Fortführung zur Erhöhung des Ausfalls führen.

Über das PaperNet-Vermögen war am 30. April ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Das 1950 gegründete Unternehmen ist die österreichische Tochter des internationalen PaperlinX-Konzerns und beschäftigt sich mit dem Handel von Papier und Druck. Als Insolvenzursachen wurden wirtschaftliche Schwierigkeiten der Holdingmutter genannt.

Am Dienstag teilte die zur Heinzel-Gruppe gehörende Europapier CE mit, den im Juni angekündigten Erwerb der Werbetechnik-Sparte von PaperNet abgeschlossen zu haben. Per Freitag werde die Geschäftseinheit ebenso übernommen wie weitere verbleibende Vermögenswerte des insolventen Unternehmens.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro