Panama Papers- Schweizer Finma fordert Kampf gegen Geldwäsche

Panama Papers- Schweizer Finma fordert Kampf gegen Geldwäsche

Bern - Nach den Enthüllungen über Hunderttausende Briefkastenfirmen in Panama fordert die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma von den Banken eine konsequentere Bekämpfung der Geldwäsche.

"Banken müssen vermehrt Meldung erstatten, sobald sie konkrete Verdachtsmomente haben, nicht erst, wenn die Medien die Skandale bereits öffentlich gemacht haben", sagte Finma-Direktor Mark Branson am Donnerstag auf der Jahresmedienkonferenz der Behörde in Bern laut Redetext.
Viele Schweizer Vermögensverwalter würden auf der Suche nach Neugeschäft verstärkt Gelder aus Schwellenländern annehmen und seien daher höheren Risiken ausgesetzt, erklärte Branson. In die Korruptionsskandale um den brasilianischen Energiekonzern Petrobras und den malaysischen Staatsfonds 1MDB seien mehrere Schweizer Banken involviert. "Die Finma hat im Zusammenhang mit diesen Fällen bei über 20 Banken Abklärungen vorgenommen und führt derzeit in sieben Fällen Verfahren gegen Beaufsichtigte", sagte Branson. In den Skandal um 1MDB ist unter anderen der Vermögensverwalter BSI involviert.

Washington (APA/dpa) - Nach tagelangen zähen Verhandlungen haben Republikaner und Demokraten in den USA den Stillstand der Regierung beendet - das eigentliche Problem damit aber nur vertagt. Der Kongress verabschiedete am Montag einen weiteren Übergangshaushalt, der die Finanzierung der Regierung bis zum 8. Februar sicherstellt. Beide Seiten wollen zudem weiter über ein Einwanderungspaket verhandeln.
 

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"Shutdown" der US-Regierung beendet - aber nur Übergangslösung

Luxemburg (APA/dpa) - Der Europäische Rechnungshof hat der EU-Kommission Nachlässigkeiten bei der Haushaltsüberwachung in Europa vorgeworfen. Die Brüsseler Behörde wende den Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht effektiv an, um übermäßige Verschuldung und wirtschaftliche Ungleichgewichte in Europa wirksam zu verhindern, erklärten die Rechnungsprüfer am Dienstag in Luxemburg.
 

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Rechnungshof wirft EU-Kommission mangelhafte Haushaltsüberwachung vor

Wien (APA) - Am heutigen zehnten Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen den Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und 13 weitere Angeklagte hat der Verteidiger des mitangeklagten Walter Meischberger schwere Vorwürfe erhoben. Der Anwalt mutmaßt eine verbotene Absprache zwischen dem teilgeständigen Peter Hochegger und der Justiz. Hochegger und Staatsanwalt Alexander Marchart dementierten das.
 

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Grasser-Prozess - Verteidigervorwurf gegen Hochegger: Verbotener Deal